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Opera 10 Beta integriert Seitenvorschau in Tableiste

Schnellwahlseite ist nun frei konfigurierbar. Nach einer Alphaversion im Dezember 2008 hat der Browserhersteller Opera nun die Betaversion von Opera 10 veröffentlicht. Als wesentliche Neuerung gibt es in der Tableiste nun eine Seitenvorschau und die Schnellwahlseite lässt sich beliebig konfigurieren.
/ Ingo Pakalski
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Visuelle Tabs heißt die neue Seitenvorschau in der Tableiste von Opera 10. Dazu wird die Tableiste mit der Maus nach unten aufgezogen, damit Vorschaubildchen der geöffneten Webseiten erscheinen. Sogar das Laden einer Seite ist in der Vorschau zu sehen. Das Vorschaubild zeigt immer den Anfang einer Webseite, damit soll der Nutzer offenbar leichter den Überblick über die offenen Webseiten behalten.

Wie auch bei Tabs können die Vorschaubildchen beliebig mit der Maus umsortiert werden. Bei sehr vielen offenen Webseiten in einer Browsersitzung bringt die Seitenvorschau kaum Vorteile, weil der Platz dafür zu knapp ist und die Vorschaubilder kaum mehr zu erkennen sind. Das Aufziehen der Tableiste kann entweder mit der Maus mittels Drag-and-Drop geschehen, oder der Nutzer klickt auf den Aufziehbereich mit einem Doppelklick: Dann öffnet oder schließt sich die Tabvorschau. In den Optionen kann die Tableistenvorschau deaktiviert werden.

Seit der Version 9.20 bietet die Desktopversion von Opera eine Schnellwahlseite , um häufig besuchte Webseiten sehr einfach und bequem zu öffnen. Bislang war die Struktur der Schnellwahlseite vorgegeben, mit der Beta von Opera 10 lässt sich die Menge und Verteilung der Schnellwahlfelder anpassen. Der Nutzer kann sich nun auf 2 x 2 Felder beschränken oder bis zu 5 x 5 Felder auf der Seite unterbringen. In den Schnellwahlfeldern lassen sich Webseiten ablegen, dabei kann der Anwender aus den Lesezeichen, den geöffneten Webseiten oder häufig besuchten Webseiten auswählen. Als weitere Neuerung kann nun ein beliebiges Foto als Hintergrund auf der Schnellwahlseite eingebunden werden.

Mit Opera 10 verspricht der Hersteller einen Geschwindigkeitszuwachs von über 40 Prozent im Vergleich zur Vorversion . Web-Entwickler erhalten eine verbesserte RGBA/HSLA- sowie SVG-Unterstützung und auch das Web-Entwicklerwerkzeug Dragonfly liegt als Alpha 3 vor. Es bringt als neue Funktionen die Möglichkeit, das DOM zu editieren und HTTP-Header zu inspizieren.

Erst vor einer Woche hatte Opera eine Zwischenversion von Opera 10 veröffentlicht, in der die neue Bedienoberfläche mehr Gestalt angenommen hatte. Auch mit der Betaversion sind noch nicht alle Arbeiten daran abgeschlossen. Einige Funktionen haben neue Icons erhalten und der Schalter für den Turbomodus befindet sich standardmäßig links unten in der Statuszeile. Der aktuelle Stand entspricht aber weiterhin nicht dem, was im fertigen Opera 10 zu finden sein wird.

Die neuen Icons in Opera 10 wurden von dem Senior Designer John Hicks(öffnet im neuen Fenster) entworfen. Er hatte seinerzeit das Firefox-Logo entworfen und auf Basis seiner Arbeit soll ein neues Firefox-Icon entstehen.

Seit der Alphaversion wurde der Turbo-Modus in Opera 10 integriert. Bereits Mitte März 2009 hatte Opera eine Vorabversion von Opera 10 veröffentlicht, in der die Unterstützung von Opera Turbo integriert war. Seitdem wurde die Implementierung weiter verbessert und der Anwender kann bei Internetverbindungen mit geringer Bandbreite eine höhere Geschwindigkeit beim Laden von Webseiten erhalten.

Opera Turbo ist eine Art Proxy-Server, auf dem alle Webinhalte komprimiert, aber nicht angetastet werden – im Unterschied zum Ansatz von Opera Mini. Dabei funktionieren auch Techniken wie Ajax/XmlHttpRequests und Flash, allerdings werden eingebettete Plug-in-Inhalte erst nach einem Klick angezeigt. Verschlüsselte Inhalte werden generell nicht über Operas Proxy geleitet. Vor allem bei der Anzeige von Bildern kann sich die Komprimierung aber immer noch negativ bemerkbar machen.

Opera Turbo ist nur dann sinnvoll, wenn eine geringe Bandbreite bei der Internetnutzung zur Verfügung steht. Das gilt exemplarisch, wenn der Nutzer eine langsame WLAN-Verbindung nutzt oder im Mobilfunknetz surft. Durch die Komprimierung der Webinhalte werden diese schneller übertragen, weil sie weniger Speicherplatz benötigen. Bei einem Mobilfunk-Volumentarif kann Opera Turbo auch hilfreich sein, um das Volumenlimit nicht zu überschreiten.

Die in Opera 10 enthaltene Rechtschreibkorrektur kennt nun 51 Sprachen. Opera greift weiterhin auf die Hunspell-Engine zurück. Mit der Rechtschreibkorrektur kann der Nutzer beim Schreiben in Blogs, Webmailern oder Social Networks Tippfehler finden und beseitigen. Generell werden alle Eingabefelder in Webseiten von der Rechtschreibkorrektur überwacht.

Der in Opera 10 enthaltene Update-Mechanismus arbeitet auf Wunsch automatisch und installiert eine neue Version ohne Rückfrage, wenn dies gewünscht wird. Alternativ kann sich der Anwender auf eine neue Version hinweisen lassen und dann selbst entscheiden, ob der Browser aktualisiert werden soll.

Auch der E-Mail-Client in Opera 10 wurde überarbeitet und versendet E-Mails im HTML-Format. Dafür wurde ein neuer Editor integriert, der Links, formatierten Text sowie eingebettete Bilder unterstützt. Als weitere Neuerung kann bei Nutzung von POP3 bestimmt werden, ob E-Mails auf dem Server automatisch nach einer bestimmten Zeit gelöscht werden sollen.

Zudem teilte Opera mit, dass für Opera 10 der Browserstring überarbeitet werden musste . Denn die kommende Operaversion ist der erste wichtige Browser, der eine zweistellige Versionsnummer vor dem Punkt erhält. Darauf sind viele Webseiten wohl nicht vorbereitet und haben die neue Version irrtümlicherweise für Opera 1.0 gehalten.

Opera 10 Beta steht für Windows, MacOS und Linux kostenlos als Download(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung. Da es sich hierbei um eine Vorabversion handelt, kann diese noch zahlreiche Fehler enthalten, so dass von einem Produktiveinsatz abgeraten wird.


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