• IT-Karriere:
  • Services:

China sperrt Twitter und Flickr

Internetdienste zum Jahrestag der Niederschlagung der Studentenproteste gesperrt

Die chinesischen Behörden haben den Zugang zu einer Reihe von populären Internetangeboten gesperrt. Darunter sind das Fotoportal Flickr und der Microbloggingdienst Twitter. Anlass ist der bevorstehende 20. Jahrestag der Niederschlagung der Studentenproteste vom Frühjahr 1989.

Artikel veröffentlicht am ,

Juni 1989: Seit Monaten demonstrieren Studenten gegen die chinesische Führung, gegen Korruption und für mehr politische Freiheit. Ohnmächtig muss die Parteiführung zusehen, wie tausende Studenten auf dem Platz den Himmlischen Friedens protestieren, in Hungerstreik treten, eine Statue, die die Göttin der Demokratie verkörpert, errichten - direkt gegenüber dem Mausoleum von Staatsgründer Mao Zedong. Das ist zuviel: Nachdem alle Versuche, die Studenten zum Abziehen zu bewegen gescheitert sind, lassen die Mächtigen um Deng Xiaoping in der Nacht vom 3. auf den 4. Juni den Platz von der Armee räumen. Im Zuge der Militäraktion kommt es zu Straßenschlachten zwischen Soldaten und Bürgern, in deren Verlauf mehrere hundert bis mehrere tausend Menschen sterben.

Stellenmarkt
  1. finanzen.de, Berlin
  2. IHK Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg, Friedberg

Bis heute ist jegliche Diskussion über die Ereignisse im Juni 1989 in China tabu. Wer das Thema öffentlich anspricht, muss damit rechnen, mundtot gemacht zu werden. Rechtzeitig zum 20. Jahrestag haben die Behörden jetzt eine Reihe von Internetangeboten sperren lassen. Seit dem heutigen Nachmittag (Ortszeit Peking) sind eine Reihe von Web-2.0-Angeboten wie der Microbloggingdienst Twitter, das Fotoportal Flickr sowie die Blogportale Blogger.com und Wordpress.com nicht mehr erreichbar, berichtet die britische Tageszeitung Times. Gesperrt sind außerdem mehrere Microsoft-Angebote: die neue Suchmaschine Bing Bing, der Maildienst Hotmail sowie die das Blogangebot MSN Spaces.

Der vom Berkman Center For Internet And Society betriebene Dienst Herdict bietet einen Überblick darüber, welche Provider in China Twitter derzeit blocken. Lediglich eine Handvoll der auf der Seite aufgeführten Provider hat Twitter nicht gesperrt. Die Herdict-Informationen stammen von Nutzern. Auf der Startseite zeigt Herdict auf einer Google-Weltkarte, welche Internetangebote in welchen Ländern der Erde nicht zugänglich sind.

Tatsächlich kommt die Sperrung der Webangebote wie Twitter oder Flickr nicht überraschend. Bereits Ende 2008 hatte sich abgezeichnet, dass Chinas Zensoren die Zügel, die sie während der Olympischen Spiele gelockert hatten, wieder fester anziehen - nicht zuletzt im Hinblick auf den bevorstehenden Jahrestag. Ende März 2009 hatten sie bereits den Zugang zum Videoportal Youtube gesperrt.

In einem Gespräch mit dem Blog Danwei hatte der chinesische Blogger Michael Anti in der vergangenen Woche die Sperrung des in China sehr beliebten Dienstes Twitter vorhergesagt. "Twitter ist neu in China. Die Zensoren brauchen noch eine Weile, um herauszufinden, was das ist. Also genießt die letzten Tage des fröhlichen Twitterns, bevor es eines Tages das gleiche Schicksal ereilt wie Youtube." Es hat nicht einmal eine Woche gedauert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 37,49€
  2. 9,49€
  3. (-40%) 35,99€
  4. (-30%) 41,99€

spanther 03. Jun 2009

Hä? ^^'

3qv89q 03. Jun 2009

Alternativen zur Zensur funktionieren: http://www.foebud.org/datenschutz-buergerrechte...

Peter Enis 03. Jun 2009

Oh, ich wünsch mir die guten alten Zeiten zurück, als CDU/CSU noch wählbare Parteien...

Konspirat 03. Jun 2009

Klar, der BILD-Leser weiß es natürlich besser. Und im Fernsehen haben sie auch schon...

Piet Gleima 03. Jun 2009

Graph => http://www.indal.de/twittertrends/index.php?datefrom=02.04.2009&datetill=02.06...


Folgen Sie uns
       


Death Stranding - Fazit

Das Actionspiel Death Stranding schickt uns in eine düstere Welt voller Gefahren - und langer Wanderungen. Das aktuelle Werk von Stardesigner Hideo Kojima erscheint für Playstation 4 und Mitte 2020 für Windows-PC.

Death Stranding - Fazit Video aufrufen
Radeon RX 5600 XT im Test: AMDs Schneller als erwartet-Grafikkarte
Radeon RX 5600 XT im Test
AMDs "Schneller als erwartet"-Grafikkarte

Für 300 Euro ist die Radeon RX 5600 XT interessant - trotz Konkurrenz durch Nvidia und AMD selbst. Wie sehr die Navi-Grafikkarte empfehlenswert ist, hängt davon ab, ob Nutzer sich einen Flash-Vorgang zutrauen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte AMD bringt RX 5600 XT im Januar
  2. Grafikkarte Radeon RX 5600 XT hat 2.304 Shader und 6 GByte Speicher
  3. Radeon RX 5500 XT (8GB) im Test Selbst mehr Speicher hilft AMD nicht

SpaceX: Der Weg in den Weltraum ist frei
SpaceX
Der Weg in den Weltraum ist frei

Das Raumschiff hob noch ohne Besatzung ab, aber der Testflug war ein voller Erfolg. Der Crew Dragon von SpaceX hat damit seine letzte große Bewährungsprobe bestanden, bevor die Astronauten auch mitfliegen dürfen.
Ein Bericht von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt SpaceX macht Sicherheitstest bei höchster Belastung
  2. Raumfahrt SpaceX testet dunkleren Starlink-Satelliten
  3. SpaceX Starship platzt bei Tanktest

Ryzen Mobile 4000 (Renoir): Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!
Ryzen Mobile 4000 (Renoir)
Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!

Seit vielen Jahren gibt es kaum Premium-Geräte mit AMD-Chips und selbst bei vermeintlich identischer Ausstattung fehlen Eigenschaften wie eine beleuchtete Tastatur oder Thunderbolt 3. Schluss damit!
Ein IMHO von Marc Sauter

  1. HEDT-Prozessor 64-kerniger Threadripper schlägt 20.000-Dollar-Xeons
  2. Ryzen Mobile 4000 AMDs Renoir hat acht 7-nm-Kerne für Ultrabooks
  3. Zen+ AMD verkauft Ryzen 5 1600 mit flotteren CPU-Kernen

    •  /