Europäischer Widerstand gegen Googles digitale Bibliothek

Ein Vergleich mit Google hätte laut Experten ungewünschte Nebenwirkungen. "Es gibt keine Sicherheit, dass in Europa lieferbare Bücher nicht doch von Google für das Internet digitalisiert werden", warnt Christian Sprang, Justiziar des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. "Unsere Mitglieder lehnen mit wenigen Ausnahmen wie beispielsweise Random House einen Vergleich mit Google ab."

Der weltgrößte Buchkonzern Random House ist eine Tochter von Bertelsmann und steht den Google-Pläne konstruktiv gegenüber. "Wir begrüßen den Vergleich, weil Google damit für zukünftig erscheinende Bücher zusichert, nur mit Zustimmung der Rechteinhaber Titel digital zu nutzen", sagt ein Konzernsprecherin. Auch das schwedische Medienhaus Bonnier, dem beispielsweise der Münchener Buchverlag Piper gehört, will nicht die Google-Pläne bekämpfen.

Der Ausgang des Streits zwischen Verlagen und Google ist für die Buchbranche von höchster Bedeutung. Sollte der Internetkonzern Autoren nicht mehr fragen müssen, bevor er deren Texte anbietet, käme das einer Enteignung gleich. Google könnte dann für wenig Geld nicht mehr lieferbare Bücher ins Netz stellen.

[von Daniel Delhaes und Hans-Peter Siebenhaar / Copyright Handelsblatt 2. Juni 2009]

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Morte 08. Jun 2009

Wollte nicht diesen Eindruck vermitteln. Ich sage was ich meine: Ich bin BEREIT DAZU und...

Morte 02. Jun 2009

Boh! Eh! Du hast Marx und Engels gelesen? Und dann soviele Rechtschreibfehler im ersten...

Nath 02. Jun 2009

Eben, es geht hier um Bücher, die nicht mehr gedruckt werden. Geht mir zum Beispiel öfter...

tbo 02. Jun 2009

Für die Wissensgesellschaft mag ein Urheberrecht notwendig sein, in welcher Form auch...



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