Time Warner und AOL gehen wieder getrennte Wege

Bis Ende 2009 soll AOL selbstständig sein

Gut neun Jahre nach der spektakulären Fusion wollen sich Time Warner und AOL wieder trennen. Die beiden Unternehmen werden entflochten und AOL wird ein eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen. Die Transaktion soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

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"Wir glauben, dass eine Trennung das Beste für Time Warner und AOL ist", sagte Time-Warner-Chef Jeff Bewkes. Die Trennung von AOL sei "ein weiterer wichtiger Schritt bei der Umgestaltung von Time Warner". Seit Bewkes vor sieben Monaten die Leitung bei dem Medienkonzern übernommen hat, steht AOL weit oben auf seiner Agenda.

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Erwogen wurde eine Aufspaltung in eine Zugangssparte und ein werbefinanziertes Portal nach dem Beispiel von AOL Deutschland. Mehrfach verhandelte Time Warner mit Yahoo und Microsoft über einen Verkauf. Nun soll AOL bis Ende 2009 ein eigenständiges Unternehmen werden.

Time Warner gehören derzeit 95 Prozent von AOL. Die restlichen 5 Prozent hält Google. Um die Umgestaltung abschließen zu können, will Time Warner im dritten Quartal den Anteil von Google zurückkaufen.

Fusion von New und Old Economy

Im Januar 2000 hatten sich das Internetunternehmen und der traditionelle Medienkonzern zusammengeschlossen. Durch den spektakulären Zusammenschluss entstand ein milliardenschwerer Konzern. Doch die Fusion wurde nach dem Einbruch der New Economy schnell zum Flop. Das Riesenunternehmen rutschte in die Verlustzone. Noch Anfang 2009 belastete AOL die Ergebnisse des Konzerns schwer.

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Symbolisch wurde die vermeintliche Traumehe bereits 2003 geschieden: Damals wurde AOL aus dem Firmennamen gestrichen, der Medienkonzern hieß seither nur noch Time Warner.

Bleibt die Frage, wie es mit AOL weitergeht. Ein Verkauf des Zugangsgeschäfts scheint nicht mehr aktuell zu sein, berichtet das Wall-Street-Journal-Blog AllThingsD unter Berufung auf eingeweihte Quellen. Danach beabsichtigt der neue AOL-Chef Tim Armstrong vielmehr, das Zugangsgeschäft zu behalten und stattdessen einen Teil der von AOL gekauften Unternehmen, darunter das Social-Network Bebo, in ein eigenes Unternehmen auszulagern.

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Deppenklatscher 29. Mai 2009

Neben der Telekom bot damals AOL als einziger einen wirklich guten und stabilen...

Siga9999 29. Mai 2009

Genau. Das beispiel hatte ich auch schon, Aber mit heuern/feuern statt fusionieren...

Berthold Wimmer 29. Mai 2009

Ja gib sie mir. Ich will Sie alle haben. Natürlich nur die CDs. Damit kann man mit den...

Siga9999 29. Mai 2009

Ich kriege den ganzen Tag fast nur Agenturmeldungen zu sehen. Von daher wäre zu erwarten...



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