Deutsche Bahn manipulierte Internetforen
Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel hat die Deutsche Bahn ihr geschädigtes Images mit verdeckter PR aufgebessert. Der Konzern, der für viele Menschen für steigende Fahrkartenpreise, Zugverspätungen und Stellenabbau steht, gab für gekaufte Positivbeiträgen in Internetforen und Radioprogrammen allein im Jahr 2007 rund 1,3 Millionen Euro aus. Bei den so genannte No-Badge-Aktivitäten wurde nicht erkennbar gemacht, dass die Bahn Auftraggeber der Artikel und Meinungsäußerungen war.
Durch Nachforschungen des Vereins LobbyControl hatte der neue Bahnchef Rüdiger Grube Hinweise über die Aktivitäten erhalten und sofort die KPMG-Wirtschaftsprüfer mit einer Sonderprüfung beauftragt.
Die Aktivitäten müssten strafrechtlich geahndet werden, forderte der Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Michael Konken. "Wenn die Bahn mit Hilfe gefälschter Text-, Hörfunk- oder Fernsehbeiträge versucht hat, die öffentliche Meinung in ihrem Sinne zu beeinflussen, müssen sich die Gerichte damit befassen", sagte er. Dies sei kein Kavaliersdelikt, sondern ein handfester Skandal.
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