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Mark Zuckerberg: "Mein Laptop ist nie ausgeschaltet"

Er macht nicht den Eindruck, als sei er jemand, der Kameras und Mikrofone liebt. "Ja, das stimmt", sagt er überraschend schnell und nickt. Es ist die erste seiner Reaktionen, die er nicht mit den Beratern abgestimmt hat. "Wenn es um Facebook geht, habe ich mit öffentlichen Auftritten kein Problem. Aber es gibt bestimmt Menschen, die so etwas mehr genießen als ich." Das sagt der Mensch, der mit seinem Programm dafür sorgt, dass Millionen Menschen ständig ihre kleinen Auftritte zelebrieren, als Mitglieder von Facebook. Der amerikanischen Journalistin Sarah Lacy, die ihn mehrmals interviewte, gestand er einmal am Ende eines Gesprächs, bei dem er sein weißes T-Shirt durchgeschwitzt hatte: "Mit der Temperatur hier hat das nichts zu tun. Ich schwitze nur, wenn ich nervös bin."

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Wie sieht ein normaler Tag für Mark Zuckerberg aus, wenn er nicht gerade um die Welt fliegt? Er kommt gegen zehn, elf Uhr ins Büro und bleibt regelmäßig bis spät in die Nacht. Er programmiert nur noch selten, "die meiste Zeit kümmere ich mich um die Organisation der Firma". Einen Fernseher besitzt er nicht. "Ich lese die ganze Zeit E-Mails, Nachrichten, Postings, die mir meine Freunde schicken." Kann er nie abschalten? "Oh, es ist immer etwas los bei mir, aber das ist schon okay." Was hat er an diesem Morgen gelesen, nach dem Aufwachen in Berlin? "Heute Morgen bin ich einfach nur aufgewacht."

Nach einer Viertelstunde Fahrt hält der Van an, ein paar Meter entfernt liegt das Studio des Fotografen. Mark Zuckerberg steigt aus und bleibt gleich wieder stehen. Er zeigt auf eine Hauswand, auf der ein riesiges Porträt von Mao zu sehen ist. Er zieht sein Handy aus der Tasche, macht ein Foto. "Wo sind wir?", fragt er, und das klingt, als ob er wissen wolle, ob das hier noch die westliche Welt ist oder schon ganz woanders. Wir sind in Berlin-Prenzlauer Berg, im Osten der Stadt. "Und ganz genau?" In der Marienburger Straße. "Wow", sagt Mark Zuckerberg, "das ist cool". Er speichert das Foto, tippt zwei Sätze dazu. Er wird es kurz darauf auf seine Seite stellen. Auf seiner Facebook-Seite sind bis heute Fotos seines Berlinbesuchs zu sehen, das Brandenburger Tor im Gegenlicht, ein Trabi, ein Park. Sie stehen dort neben Motiven aus Istanbul und Nepal, klischeehafte Bilder, die nichts Persönliches verraten, ein Glas mit türkischem Tee, ein Blick aus dem Flugzeug, das gerade Indien überfliegt. Es ist aber auch eine Tafel zu sehen, die Mark Zuckerberg in Nepal fotografiert hat. "Hotel at the end of the universe" ist darauf zu lesen. Ein solcher Ort muss faszinierend sein für einen, dessen Universum bisher kein Ende gefunden hat. Dem virtuellen Album, in dem er seine Fotos sammelt, hat Mark Zuckerberg einen Titel gegeben, der zu seinem Leben passt: World trip.

Die Welt erobern - das hat er schon früh gerne gemacht. Seinen ersten Computer bekam er mit zehn Jahren von seinen Eltern geschenkt, einen Quantex 486DX. Ein Schulfreund hatte einen, also wollte er auch einen haben. Was hat er damit gespielt? "Oh, Computerspiele haben mich nie sonderlich interessiert. Ich wollte nicht spielen, ich wollte etwas mit dem Computer machen, etwas Größeres." Er brachte sich das Programmieren mithilfe einiger Bücher selbst bei, und bis heute erzählt er gerne von seinem ersten Programm: einer Computerversion seines Lieblingsbrettspiels Risiko.

Damit ging es los, "rivalisierende Truppen, die darum kämpfen, die Welt zu beherrschen, das hat Spaß gemacht". Später, als Student in Harvard, programmierte er die erste Version von Facebook. Die Idee war entstanden, weil es den Studenten auf die Nerven ging, dass das offizielle Jahrbuch der Universität nur einmal im Jahr erschien, also nicht ständig aktualisiert werden konnte - und natürlich auch, weil man dort nichts darüber erfuhr, was junge Studenten über ihre Kommilitonen wirklich wissen wollen: Bist du Single?

Und so machte Zuckerberg, was er auch schon mit Risiko getan hatte: Er programmierte eine virtuelle Version einer Idee aus der realen Welt. (Wer wirklich die Idee hatte, ist umstritten. Ungefähr gleichzeitig mit Facebook wurde in Harvard die Internetseite ConnectU gestartet, deren Gründer sich nach einem Rechtsstreit mit Facebook im Februar dieses Jahres auf einen Vergleich einigten. Zuckerberg hatte ursprünglich in ihrem Auftrag programmiert und sich später von ihnen getrennt. Facebook musste ihnen 65 Millionen US-Dollar zahlen. In Deutschland klagt Facebook selbst gegen den Marktführer StudiVZ, der wie die Zeit und Golem.de zur Verlagsgruppe Holtzbrinck gehört).

Auf einmal ging alles sehr schnell, immer mehr Harvard-Studenten wurden Facebook-Mitglieder, es folgten Studenten anderer Universitäten, es folgten Menschen außerhalb der Universitäten. Erst in Amerika, dann im Rest der Welt.

Über dieses Wachstum redet Zuckerberg gerne, weil es seine Erfolgsgeschichte ist. "Ich habe Facebook nicht gegründet, weil ich mit einer Firma schnell viel Geld verdienen wollte", sagt er. "Mein Antrieb war ein anderer. Ich wollte einfach nur beweisen, dass es funktioniert. Deshalb habe ich das Programm damals in meiner Studentenbude geschrieben." Genau das macht einerseits den Charme seiner Idee aus: Die Mitgliedschaft ist kostenlos, das Programm leicht zu bedienen, mittlerweile sogar von vielen Handys aus.

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Digital Native 22. Sep 2009

OH mein Gott! Was labert Ihr hier alle (bis auf wenige Ausnahmen!) für einen Müll? Hallo...

ThadMiller 02. Jun 2009

Da werden andere Länder bald nachgezogen haben. Dann wird diese Methode zu unsicher...

Der Kaiser! 29. Mai 2009

Hahahaha! Genau! xD

Der Kaiser! 29. Mai 2009

Es scheint wohl Android* drauf zu laufen.. *http://www.qualcomm.com/news/releases/2009...



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