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Turtle sagt E-Sport-Turnier in Karlsruhe ab (Update)

Nach dem Erteilen der Genehmigung war Fenrich unter Druck durch Parteigenossen geraten - insbesondere durch Ingo Wellenreuther, Bundestagsmitglied und Vorsitzender der Karlsruher CDU. Die Spielegegner hatten Vorwürfe erhoben, es würden "Killerspiele" wie das ab 16 Jahren freigegebene Counter-Strike oder das ab zwölf Jahren freigegeben Echtzeitstrategiespiel Warcraft 3 gespielt. Außerdem hieß es, bei der Veranstaltung sei die Einhaltung des Jugendschutzes nicht gewährleistet.

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"Wir haben den Eindruck, im Karlsruher Kommunalwahlkampf instrumentalisiert zu werden", begründete Ralf Reichert, Chef von Turtle Entertainment, die Absage. "Mit viel Engagement haben wir den Dialog mit der Karlsruher Politik gesucht und Gespräche geführt. Jeder konstruktiven Diskussion über den Umgang mit Computerspielen und neuen Medien wird allerdings die Grundlage entzogen, wenn von demokratischen Parteien öffentlich die Kündigung rechtsgültiger Verträge angeregt wird."

Distanz zur Jugend

Reichert sagte, sein Unternehmen habe sich in abschließenden Gesprächen gestern und heute mit Oberbürgermeister Heinz Fenrich darauf verständigt, von seinem Vertragsrecht Abstand zu nehmen und die Veranstaltung abzusagen. "Wir bedauern, dass eine Veranstaltung, die seit Jahren Ausdruck zeitgenössischer Jugendkultur ist, regelmäßig in 16 deutschen Großstädten gastiert und selbstverständlich unter Beachtung des ohnehin europaweit schärfsten deutschen Jugendschutzes durchgeführt wird, die Karlsruher Kommunalpolitik mit anhaltenden Diskussionen bestimmt. Es wird deutlich, dass die große Distanz zu unserer Jugend und den neuen Medien einen schweren Generationskonflikt offenlegt."

Nachtrag vom 26. Mai 2009 um 15.00 Uhr:

CDU-Fraktion und der CDU-Kreisverband Karlsruhe-Stadt haben die Absage der IFNG begrüßt. "Wir freuen uns, dass dieses von uns geforderte Ergebnis in Gesprächen zwischen Stadtverwaltung und Veranstalter doch noch erreicht werden konnte", sagte Fraktionsvorsitzende Gabriele Luczak-Schwarz. Die Absage sei allein auf die Initiative der CDU und deren klare und eindeutige Haltung zurückzuführen.

Luczak-Schwarz ist der Auffassung, dass Aufklärung dringend geboten sei, weshalb die CDU eine öffentliche Diskussion und objektive Information nach wie vor begrüßt. "Zudem wird sich die CDU weiter dafür einsetzen, dass die rechtlichen Grundlagen für ein Verbot von Killerspielen und Veranstaltungen, bei denen solche Spiele angeboten werden, geschaffen werden", so die Fraktionsvorsitzende.

"Eine Veranstaltung, bei der 'Killerspiele' den Schwerpunkt bilden, hat in einer städtischen Halle nichts zu suchen", erklärte der CDU-Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther. "Solche Spiele sind mit dem Werteverständnis der CDU nicht vereinbar. Die Absage ist deshalb die einzig mögliche und richtige Konsequenz." Vor dem Hintergrund der Amoktat in Winnenden sei seiner Meinung nach eine andere Entscheidung kaum zu verantworten gewesen.

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zero_content 07. Jul 2009

ich freu mich wie bolle auf die demo am 25. in berlin und bin schon jetzt dabei,mir ein...

bothie 29. Mai 2009

Hallo Marie Ne Die Piratenpartei hat in Nürnberg und Berlin Veranstaltungen mit dem...

surfenohneende 27. Mai 2009

Ob es in diesem Kreis der gewalttätigen Greise übehaupt noch Jugendliche (=zukünftige...

surfenohneende 27. Mai 2009

Die CDU/CSU wird immer mehr zur Partei der verkalkten alten Säcke.

Egon Killer 27. Mai 2009

... würde sich kein Politiker trauen, sich so mit denen anzulegen. Das wäre ja schlie...


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