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Tim Sweeney von Epic Games kritisiert die Crytek-Engine

Epic-Chef rechnet erst in zehn bis 15 Jahren mit fotorealistischer Grafik. Tim Sweeney, Gründer von Epic Games und Chefprogrammierer der Unreal Engine, geht mit der Konkurrenz ins Gericht. Er findet einige Entscheidungen des Frankfurter Entwicklerstudios Crytek schwer nachvollziehbar. Außerdem äußerte sich Sweeney zum Thema realistische Grafik.
/ Peter Steinlechner
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Früher war die Welt der 3D-Engine so aufgeteilt: Auf der einen Seite das Lager um id Software und die Quake-Engine, auf der anderen Epic Games mit seiner Unreal-Technologie. Das hat sich nach Auffassung von Tim Sweeney geändert. Im Interview mit der US-Onlineseite Gamastura.com(öffnet im neuen Fenster) erklärte der Chef von Epic Games, dass für ihn das Frankfurter Entwicklerstudio Crytek mit der Cryengine die wichtigste Konkurrenz darstellt.

Sweeney räumte in dem Gespräch ein, dass die Cryengine auf PCs Dinge macht, die er mit seiner Unreal-Engine unterlässt – gemeint ist etwa die Unterstützung von mehreren Highend-Grafikkarten gleichzeitig, was seiner Auffassung nach die zehnfache Leistung einer aktuellen Konsole ergibt. Das sieht er jedoch auch kritisch: "Dieser Markt macht ungefähr 2 Prozent des gesamten Next-Generation-Marktes aus – also von PS3, Xbox 360 und Standard-PC" , erklärte Sweeney. "Das führt zu einer richtig schweren Geschäftsentscheidung: Wenn man den Weg von Crytek geht, kann man uns in einigen Grafikbereichen schlagen, aber auf Kosten des größeren Marktes."

Außerdem äußert sich Sweeney darüber, wie lange es wohl noch dauern wird, bis Computergrafik tatsächlich fotorealistisch aussehen wird. Er schätzt, dass wir etwa um den Faktor 1.000 von der Darstellung von realistischer Echtzeitgrafik entfernt sind. In zehn bis 15 Jahren soll es demnach so weit sein, dass keine Unterschiede mehr zu sehen sind. Deutlich länger dauere es aber, bis auch andere Bereich aufgeschlossen hätten – insbesondere KI und die glaubwürdige Simulation menschlichen Verhaltens.


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