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Dustbot - Roboter räumen auf

Kehr- und Müllroboter sorgen in Städten für Ordnung. Im Rahmen des Projekts Dustbot entwickeln europäische Forscher Roboter, die in Städten für Ordnung sorgen sollen. Sie kehren die Straßen und holen den Müll ab. Nächste Einsatzorte der Kehrroboter sind Städte in Spanien und Schweden.
/ Werner Pluta
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Im schwedischen Örebro wird sich Besuchern im Sommer ein denkwürdiger Anblick bieten: Statt der meist in orange gekleideten Straßenkehrer wird im Juli ein Roboter einige Tage lang die Straßen der schwedischen Kleinstadt knapp 200 Kilometer westlich von Stockholm in Ordnung halten, berichtet die Tageszeitung Stockholm News(öffnet im neuen Fenster).

Dustbots heißen die beiden lustigen Roboter, die in der Universitätsstadt kehren und den Müll abholen sollen. Entwickelt wurden sie im Rahmen des gleichnamigen europäischen Forschungsprojektes, an dem neben der Universität Örebro die Universitäten in Pisa, Florenz und Luzern sowie mehrere europäische Unternehmen beteiligt sind.

Ziel des Dustbot-Projektes ist die Entwicklung eines "Systems zur Verbesserung der städtische Hygiene", schreiben die Forscher auf der Projektwebsite(öffnet im neuen Fenster). Für die Aufrechterhaltung der Hygiene sollen Roboter zuständig sein, die Straßen, Parks oder Plätze säubern und Müll und Dreck abtransportieren.

Zur Navigation verfügen sie über einen Speicher mit Karten ihres Einsatzgebietes sowie über einen GPS-Empfänger und Schnittstellen für drahtlose Kommunikation. Ultraschall- und Infrarotsensoren sorgen dafür, dass die Dustbots Hindernisse wie Fußgänger erkennen und ihnen ausweichen. Schließlich verfügen sie über Sensoren, mit denen sie Schadstoffe in der Luft wie etwa Stickoxid, Schwefeloxid, Ozon oder Kohlendioxid wahrnehmen können.

Dustclean und Dustcart kehren und bringen Müll weg

Zu dem Projekt gehören zwei verschiedene Robotertypen, der Dustclean Robot, ein Kehr- und Saugroboter, der selbstständig die Straßen einer Stadt entlangpatroulliert und sie sauber hält. Der zweite Putzroboter ist der Dustcart Robot. Das ist ein fahrender Mülleimer auf zwei Rädern, der auf dem Chassis des Segway basiert. Er soll vor allem in Orten mit kleinen verwinkelten Gassen eingesetzt werden, wo die Müllabfuhr nur schwer hinkommt.

Wie sein Kollege fährt der Dustcart selbstständig durch die Straßen. Die Bewohner können den mobilen Mülleimer jedoch auch per Telefon oder SMS anfordern. Dank seiner Navigationseinrichtungen findet der Duscart den Anrufer und holt den Müll bei ihm ab. Der Bürger müsse dann nur noch auf einer Bedieneinheit angeben, um welche Art von Müll es sich handle, und der Roboter bringe diesen dann zur richtigen Sammelstelle, erklärt Matteo Reggente von der Universität in Örebro, der an der Entwicklung der Dustbots beteiligt ist.

Ein erster Test der Roboter fand Anfang 2009 in Peccioli, einer kleinen Stadt in der Toskana statt. Nach weiteren Präsentationen in Japan und Südkorea werden die Roboter im Sommer in Örebro und im spanischen Bilbao für Ordnung sorgen.


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