Abo
  • Services:

Bitkom verliert bei der Gesundheitskarte die Geduld

Vorwurf: Klientelpolitik verhindert Verbreitung neuer Technologien

Der IT-Branchenverband Bitkom hat die Forderung von FDP und Grünen nach einer Verschiebung der elektronischen Gesundheitskarte kritisiert. Hier werde Datenschutz vorgeschoben, um die Verbreitung neuer Technologien zu verhindern, lautet der Vorwurf.

Artikel veröffentlicht am ,

Am 25. Mai 2009 findet eine Anhörung des Gesundheitsausschusses im Bundestag zur elektronischen Gesundheitskarte statt, bei der Grüne und FDP eine weitere Verschiebung des Projekts erreichen wollen. "Sechs Jahre nach dem politischen Beschluss und drei Jahre nach dem ursprünglich vorgesehenen Starttermin soll die elektronische Gesundheitskarte nun weiter verzögert werden", sagte Bitkom-Chef August-Wilhelm Scheer. "Hier wird der Datenschutz vorgeschoben, um Klientelpolitik zu betreiben und die Verbreitung neuer Technologien zu verhindern." Ursprünglich sollte die Gesundheitskarte 2006 kommen. Technische Probleme und Proteste wegen mangelnden Datenschutzes durch die zentrale Datenspeicherung führten mehrfach zu Verzögerungen.

Stellenmarkt
  1. Autobahn Tank & Rast Gruppe, Bonn
  2. GMH Systems GmbH, Georgsmarienhütte

Die FDP mahnt in ihrer Vorlage an, es müsse sichergestellt sein, dass die Voraussetzungen der Datensicherheit erfüllt sind. Das sei durch unabhängige Sicherheitsexperten zu überprüfen. Kostenträger, staatliche Stellen und Industrieunternehmen sollten keinen Zugriff auf sensible Gesundheitsdaten erhalten. Die Versicherten sollten selbst entscheiden können, ob sie ihre Gesundheitsdaten auf zentralen Servern speichern lassen wollten oder nicht.

Die Grünen wollen in ihrem Antrag die kommerzielle Verwertung aller gespeicherten Patientendaten "wirksam ausgeschlossen" sehen. Ärzte und andere müssten selbst entscheiden können, ob sie am Onlinebetrieb der elektronischen Gesundheitskarte teilnehmen wollen oder nicht.

Aus Hersteller-Sicht sei der Datenschutz aber "eines der Kernanliegen bei der Einführung", und das deutsche Konzept sei in dieser Hinsicht international führend, so Scheer weiter. Gegenwärtig würden Patientendaten in Deutschland zumeist ungesichert per Fax oder E-Mail übermittelt. Mit der E-Card komme dagegen eine 2.048-Bit-Verschlüsselung. Für die Patienten biete die Gesundheitskarte den Vorteil, dass Untersuchungsergebnisse aller behandelnden Ärzte an einem Platz gespeichert würden. Von den Notfalldaten abgesehen können Ärzte nur nach Freigabe durch die Patienten auf die Daten zugreifen.

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) berichtet dagegen weiter von erheblichem Verzug. Sogar in der Startregion Nordrhein seien viele Praxen noch nicht mit Kartenlesegeräten ausgestattet. Auch die Betreibergesellschaft Gematik gehe in internen Dokumenten mittlerweile von November 2009 als frühestem Zeitpunkt für die Kartenausgabe aus.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. 4,99€
  3. über ARD Mediathek kostenlos streamen

Der Kaiser! 26. Mai 2009

Er hats zweimal "falsch" geschrieben! ;)

Mario Lehmann 26. Mai 2009

das Konzept der EGk ist nach wie vor falsch. So können öffenliche Projekte, wie wird der...

Doc Bert Duck 26. Mai 2009

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84skulapstab

Biroiker 26. Mai 2009

Klar reagieren die Politiker, in schnellen blinden Aktionismus, der darauf zielt schnell...

redwolf_ 25. Mai 2009

http://redwolf2222.wordpress.com/?p=316&preview=true Ich konnts mir mal wieder nicht...


Folgen Sie uns
       


Pillars of Eternity 2 - Fazit

Das Entwicklerstudio Obsidian hat sich für Pillars of Eternity 2 ein unverbrauchtes Szenario gesucht. Im Fazit zeigen wir Spielszenen aus dem Baldur's-Gate-mäßigen Rollenspiel, das wirkt, als handele es in der Karibik.

Pillars of Eternity 2 - Fazit Video aufrufen
Noctua NF-A12x25 im Test: Spaltlos lautlos
Noctua NF-A12x25 im Test
Spaltlos lautlos

Der NF-A12x25 ist ein 120-mm-Lüfter von Noctua, der zwischen Impeller und Rahmen gerade mal einen halben Millimeter Abstand hat. Er ist überraschend leise - und das, obwohl er gut kühlt.
Ein Test von Marc Sauter

  1. NF-A12x25 Noctua veröffentlicht fast spaltlosen 120-mm-Lüfter
  2. Lüfter Noctua kann auch in Schwarz
  3. NH-L9a-AM4 und NH-L12S Noctua bringt Mini-ITX-Kühler für Ryzen

Kailh KS-Switch im Test: Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue
Kailh KS-Switch im Test
Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue

Der chinesische Hersteller Kailh fertigt seit fast 30 Jahren verschiedenste Arten von Schaltern, unter anderem auch Klone von Cherry-MX-Switches für Tastaturen. Der KS-Switch mit goldenem Stempel und markantem Klick ist dabei die bessere Alternative zu Cherrys eigenem MX Blue, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple-Patent Krümel sollen Macbook-Tastatur nicht mehr stören
  2. Tastaturen Matias bringt Alternative zum Apple Wired Keyboard
  3. Rubberdome-Tastaturen im Test Das Gummi ist nicht dein Feind

Datenschutz-Grundverordnung: Was Unternehmen und Admins jetzt tun müssen
Datenschutz-Grundverordnung
Was Unternehmen und Admins jetzt tun müssen

Ab dem 25. Mai gilt europaweit ein neues Datenschutz-Gesetz, das für Unternehmen neue rechtliche Verpflichtungen schafft. Trotz der nahenden Frist sind viele IT-Firmen schlecht vorbereitet. Wir erklären, was auf Geschäftsführung und Admins zukommt.
Von Jan Weisensee

  1. IT-Konzerne Merkel kritisiert Pläne für europäische Digitalsteuer
  2. EU-Kommission Mehr Transparenz für Suchmaschinen und Online-Plattformen
  3. 2019 Schweiz beginnt UKW-Abschaltung

    •  /