Iran sperrt den Zugang zu Facebook

Soziales Netz kurz vor der Präsidentschaftswahl nicht mehr aufrufbar

Die iranische Regierung hat den Zugang zu Facebook gesperrt. Die Maßnahme soll Gegenkandidaten von Präsident Mahmud Ahmadinedschad behindern. Die Sperrung wurde kurz nach einer großen Wahlkampfveranstaltung verfügt.

Artikel veröffentlicht am ,

Seit dem Wochenende können Internetnutzer im Iran das soziale Netz Facebook nicht mehr aufrufen. Die Regierung hat das Angebot im Vorfeld der anstehenden Präsidentenwahl am 12. Juni 2009 gesperrt. Nutzer, die die Seite aufriefen, erhielten eine Meldung auf Farsi, dass "Zugang zu dieser Site nicht möglich" sei, berichtet der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf seine Mitarbeiter in Teheran.

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Die Sperrung wird als Maßnahme der Regierung unter Präsident Mahmud Ahmadinedschad gegen seine politischen Gegner gewertet. Vor allem das Team des Bewerbers Mir Hussein Mussawi nutzte Facebook, um Wähler direkt anzusprechen. Sie hätten über Facebook Mussawis Reden verbreitet, sagte Saleh Behesti, einer der Organisatoren von Mussawis Internetwahlkampf, der Tageszeitung Washington Post. Mussawi hat mehr als 5.000 Anhänger auf Facebook.

Am Samstag waren 20.000 Anhänger in ein Teheraner Stadion zu einer Wahlkampfveranstaltung Mussawis gekommen. "Ohne Facebook hätten wir nie so viele Leute mobilisieren können", so Behesti.

Das muss auch den Behörden klar gewesen sein: Kurz nach der Veranstaltung war Facebook nicht mehr zugänglich. Die Sperrung sei "eine schnelle Reaktion" auf die Versammlung gewesen, sagte Mussawi-Berater Shahab Tabatabei dem Fernsehsender Al-Jazeera.

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"Die Regierung will alle freien Diskussionen über die Wahl verhindern", so der schiitische Geistliche Mohammad Ali Abtahi. Abtahi ist einer der Berater des gemäßigten Geistlichen Mehdi Karroubi. Da freie Diskussionen in den Medien nicht möglich seien, wichen die Menschen auf Facebook aus, erzählt Abtahi. "Facebook ist eine der wenigen unabhängigen Quellen, die die iranischen Jugendlichen zur Kommunikation nutzen können."

Facebook kritisierte die Sperrung. Das Unternehmen bedauere, dass seine Nutzer im Iran keinen Zugang zu der Seite hätten, "vor allem zu einem Zeitpunkt, zu dem Nutzer das Internet als Informationsquelle über Kandidaten und ihre Positionen nutzen", erklärte Facebook-Sprecherin Elizabeth Linder in einer Mitteilung.

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ludolfs bruder 27. Mai 2009

hehe der regierungs text geht aber noch weiter: liebe bürgerinnen und bürger. ebenso...

Zuckerberg 25. Mai 2009

retour *duh*

FischMob 25. Mai 2009

https://www.golem.de/0905/67338.html Der Iran sorgt sich halt um sein Volk.

blabla 25. Mai 2009

Golem hat hier das "Hausrecht" und kann Kommentare die gegen die Regeln verstoßen sperren...



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