Ubuntu Privacy Remix will den Bundestrojaner aushebeln

Beta 2 der Live-CD vorgestellt

Die Macher der Linux-Live-CD "Ubuntu Privacy Remix" sind angetreten, um Menschen weltweit vor staatlicher Überwachung durch Malware zu schützen. Auf dem Chaos-Computer-Club-Kongress SIGINT in Köln stellte das Projektteam die abgeschottete Arbeitsumgebung vor.

Artikel veröffentlicht am ,

Das Team, das die Linux-Live-CD Ubuntu Privacy Remix herstellt, hat auf dem Chaos-Computer-Club-Kongress SIGINT in Köln die Beta 2 der Software gezeigt. Die Beta, die auf der neuen Ubuntu-Version 9.04 basiert, wird in den nächsten Tagen auf der Website des Projekts zum Download bereitgestellt, sagte Mark Preetorius vom Projektteam Golem.de.

Stellenmarkt
  1. Mitarbeiter (m/w/d) First Level Support/IT-Service Desk
    WDR mediagroup digital GmbH, Köln
  2. Wissenschaftliche* Mitarbeiter*in (m/w/d) für IT-Sicherheitsforschung / Analyse von IT-Angriffsmethoden ... (m/w/d)
    Universität der Bundeswehr München, München
Detailsuche

Das Ubuntu-Privacy-Remix-(UPR-)Projekt will ein System bereitstellen, das auch technisch nicht versierten Menschen die Möglichkeit bietet, sich vor der zunehmenden staatlichen Überwachung durch Bespitzelungssoftware wie dem Bundestrojaner zu schützen. "Da dies ein weltweites Problem ist, steht von dem bisherigen Stable-Zweig 8.04 eine Multilanguage-Edition auf der Website zum Download zur Verfügung. Sie kann wahlweise in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Hindi und Chinesisch gestartet werden", so Preetorius weiter.

Fortgeschrittene Angriffe mit Software von Geheimdiensten oder von Kriminellen zielten darauf ab, verschlüsselte Daten dann abzugreifen, wenn sie im Klartext vorliegen, also beispielsweise vor der Verschlüsselung, nach der Entschlüsselung oder während verschlüsselte Volumes geöffnet sind. UPR will die Bearbeitung wirklich sensibler verschlüsselter Daten deshalb in eine spezielle Arbeitsumgebung verlagern, die strikt von allem anderen getrennt sein soll, was der Anwender sonst mit dem Computer macht.

Dafür wurde der Linux-Kernel so modifiziert, dass Netzwerkhardware nicht aktiviert werden kann. Das System ignoriert lokale S-/ATA-Festplatten vollständig. So kann dort eventuell eingeschleppte Schadsoftware daran gehindert werden, aus dem Ubuntu Privacy Remix gestohlene Daten dauerhaft zu speichern. Auch können auf der Hardware liegende Schädlinge nicht in das UPR-System geladen werden.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    05.-09.09.2022, virtuell
  2. LDAP Identitätsmanagement Fundamentals: virtueller Drei-Tage-Workshop
    18.-20.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Auch der Versand und Empfang von Daten per LAN, WLAN, Bluetooth, Infrarot etc. wird verhindert. Natürlich sind so auch keine Verbindungen zum Internet möglich. Vertrauliche Daten, die etwa per E-Mail verschickt werden sollen, werden im UPR-System mit GnuPG verschlüsselt und dann mit einem per Truecrypt verschlüsselten Wechseldatenträger zu einem System mit Internetanbindung gebracht, was auch der gleiche Rechner sein kann, auf dem zuvor der Privacy Remix lief.

Auch Datenträger und Truecrypt-Volumes werden per default "noexec" gemountet, um zu verhindern, dass über diese eingeschleppte Schadsoftware ausgeführt werden kann. Die auf Live-Systemen sonst üblicherweise uneingeschränkten Root-Rechte wurden per /etc/sudoers auf das Notwendigste zusammengestrichen. So soll auch eine nachträgliche Installation von Malware, die über einen Wechseldatenträger eingeschleppt wurde, auch für die laufende Session weitgehend ausgeschlossen werden.

Der Ubuntu Privacy Remix will aber möglichst produktives Arbeiten am Computer unterstützen, wofür die Truecrypt-Volumes "erweitert" wurden, sagte Preetorius weiter. Eine Reihe von Programmkonfigurationen, wie GnuPG-Einstellungen und -Schlüssel sowie OpenOffice-Rechtschreibprüfung, ließen sich so dauerhaft und sicher innerhalb des verschlüsselten Volumes speichern. Die Features stehen dann automatisch nach dem Öffnen des erweiterten Truecrypt-Volumes zur Verfügung. Diese Erweiterung steht nur optional als Alternative zur Verwendung normaler Truecrypt-Volumes zur Auswahl.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ubuntu-root 13. Jun 2010

sudo ist, wenn es so genutzt wird wie es mal angedacht war, kein Problem. Wie es Ubuntu...

Satan 30. Mai 2009

Och ja, ich wollte der Bundesregierung immer schon mal meine Urlaubsfotos zeigen. Und...

Tada 27. Mai 2009

Ja, der Blue Screen war sehr hilfreich. Kannst du das irgendwie belegen? Oder...

Jakelandiar 25. Mai 2009

Nope dafür hab ich Keepass das mich dort einloggt. Meld mich einmal in keepass an und gut.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
US-Streaming
Abonnenten immer unzufriedener mit Netflix

Wenn Netflix-Abonnenten das Abo kündigen, wird vor allem der hohe Preis sowie ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis als Grund dafür genannt.

US-Streaming: Abonnenten immer unzufriedener mit Netflix
Artikel
  1. Onlineshopping: Amazon vereinfacht Kündigung des Prime-Abos
    Onlineshopping
    Amazon vereinfacht Kündigung des Prime-Abos

    Auf Druck von Verbraucherschützern sind nur noch zwei statt bisher sieben Klicks nötig, um ein laufendes Prime-Abo bei Amazon zu kündigen.

  2. HP Victus: Aldi-PC mit 12C und RTX 3060 Ti für 1.500 Euro
    HP Victus
    Aldi-PC mit 12C und RTX 3060 Ti für 1.500 Euro

    Das Gaming-System von Aldi nutzt einen 12-kernigen Alder-Lake-Chip mit einer Ampere-Grafikkarte und 32 GByte RAM sowie 2 TByte Storage.

  3. Mojo Lens: Erster Tragetest mit Augmented-Reality-Kontaktlinse
    Mojo Lens
    Erster Tragetest mit Augmented-Reality-Kontaktlinse

    Ein winziges Micro-LED-Display, ein Funkmodem, ein Akku - und kein Kabel: Der Chef von Mojo Lens hat seine AR-Kontaktlinse im Auge getragen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cooler Master 34" UWQHD 144 Hz günstig wie nie: 467,85€ • Nur noch bis 9 Uhr: The Quarry + PS5-Controller 99,99€ • Asus RX 6900 XT OC günstig wie nie: 1.049€ • Mindstar (Gigabyte RTX 3060 OC LHR 399€) • MSI RTX 3080 Ti 1.049€ • SanDisk microSDXC 400 GB 29€ • Samsung Galaxy Watch 3 119€ • Top-PC mit Ryzen 7 & RTX 3070 Ti 1.700€ [Werbung]
    •  /