Bürgerspione gegen Nordkorea
Mit Google Earth ins abgeschottetste Land der Erde
Ein Layer für Google Earth markiert hunderte von Orten in Nordkorea - von Sehenswürdigkeiten über die Residenzen des Staatschefs bis hin zu den Straflagern. Der Herausgeber bezeichnet das von Internetnutzern zusammengetragene Material als demokratisierte Geheimdienstinformationen.
"The most authoritative map of North Korea" - die verlässlichste Karte von Nordkorea, nennt Curtis Melvin selbstbewusst "North Korea Uncovered". Das ist ein Layer für Google Earth, der detaillierte Informationen über eines der abgeschottetsten und rätselhaftesten Länder der Erde bietet.
Über ein thematisch geordnetes Menü können sich Nutzer die unterschiedlichsten Einrichtungen in Nordkorea anzeigen lassen. Im April 2007 haben Melvin und einige Mitstreiter die erste Version der Google-Earth-Applikation veröffentlicht und sie in den zwei Jahren seither ständig verbessert. Die aktuelle Version 17 erschien in der vergangenen Woche und enthält unter anderem ein Bild des umstrittenen Raketenstarts, den Nordkorea am 5. April 2009 durchführte.
Google Earth liefert zwar einen guten Einblick aus der Luft über ein Land. Doch was die Bilder zeigen, muss identifiziert und interpretiert werden. Das gehört normalerweise zu den klassischen Aufgaben von Geheimdiensten. Im Falle von North Korea Uncovered machen das jedoch Internetnutzer. Was North Korea Uncovered zeige, seien "demokratisierte Geheimdienstinformationen", sagte Melvin dem Wall Street Journal.
Angefangen hat das Projekt ganz harmlos im Jahr 2007: Melvin, Wirtschaftswissenschaftler und Spezialist für Entwicklungsländer, markierte auf Google Earth jene Orte in Nordkorea, die er kurz zuvor auf zwei Reisen besucht hatte. Die Daten veröffentlichte er auf mehreren Websites, die sich mit dem Land beschäftigen.
Daraufhin schickten ihm Nutzer immer mehr Angaben zu den unterschiedlichsten Plätzen, die sie kannten und lokalisieren konnten - und veranlassten Melvin so, das Projekt fortzuführen. Von dem aus Russland stammenden Historiker Andrej Lankow etwa bekam Melvin den Hinweis auf einen Elektrozaun um eine der wenigen Sonderwirtschaftszonen des Landes sowie die Standorte von Märkten in Nordkorea. Lankow, der in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang studiert hat und heute in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul lebt, hat sich mit den aufkeimenden freien Märkten beschäftigt, die im Widerspruch zu Parteidoktrin stehen und sich dennoch großer Beliebtheit bei der Bevölkerung erfreuen. Kürzlich hat der in Tokio lebende Journalist Martyn Williams die Standorte von rund 30 Leuchttürmen beigesteuert.
Einige Plätze konnte Melvin sogar an Hand der raren Nachrichten aus dem Land selbst lokalisieren. Ein Bericht über einen kürzlichen Besuch von Kim Jong-il in einem Wasserkraftwerk war mit einem Bild illustriert, das den Staatschef vor einem Gemälde der Anlage zeigte. Darauf waren einige Straßen sowie zwei riesige Rohrleitungen zu erkennen, die Melvin bei Google Earth wiederfand. So konnte er das Wasserkraftwerk Wonsan in die Karte aufnehmen.
Inzwischen ist aus dem Projekt eine Karte mit hunderten Markierungen geworden. Sie zeigen die touristischen Sehenswürdigkeiten des Landes wie den heiligen Berg Paektusan an der chinesischen Grenze, die wenigen Restaurants und Banken des Landes, Fabriken und Staudämme. North Korea Uncovered zeigt aber auch vieles, was die Elite um ihren skurrilen Führer Kim wohl lieber geheim halten würde: Infrastrukturen wie Straßen, Stromleitungen und Kommunikationseinrichtungen, die Paläste der Eliten, militärische Einrichtungen wie Kasernen oder Flugabwehrstellungen sowie die Standorte vieler Straflager.
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Also das was Siga9999 da geschrieben hat kann man nicht lesen. Hab nach der Hälfte...
Der böse Irak/oder Chavez/... o.ä. könnte auf seinen Webseiten layers anbieten wo man...
Das ist so albern, so behindert - nicht schlecht. Was kommt als Nächstes? Der Komet aus...
team america? :D haha das ist so ein geiler film :D hab mich totgelacht