US-Luftwaffe hat GPS-Probleme unter Kontrolle

Zuständiger Offizier nimmt in Onlinefragestunde Stellung zu GAO-Bericht

Die US-Luftwaffe hat einen Bericht der US-Aufsichtsbehörde GAO relativiert, dem zufolge das GPS-System in den kommenden Jahren ausfallen könnte. In einer über Twitter abgehaltenen Onlinefragestunde gestand ein Offizier Probleme ein, sagte aber, die Luftwaffe habe sie unter Kontrolle.

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Kampfflugzeuge, die falsche Ziele angreifen, Autofahrer, die sich heillos verfahren, Wanderer, die in der Wildnis verloren gehen, weil ihre GPS-Geräte nicht mehr funktionieren - zum größten anzunehmenden Navigationsunfall wird es nicht kommen, beruhigt die US-Luftwaffe, die das Satellitennavigationssystem GPS unterhält. Die Luftwaffe reagiert damit auf einen Bericht des US Government Accountability Office (GAO).

Die Aufsichtsbehörde hatte kürzlich einen Bericht veröffentlicht, in dem sie vor Ausfällen des GPS warnt. Es sei nicht sicher, "ob die Air Force in der Lage sein wird, rechtzeitig neue Satelliten zu beschaffen, um den gegenwärtigen GPS-Dienst ohne Unterbrechung aufrechtzuerhalten", schrieb das GAO.

Dave Buckman, Oberst bei der für GPS zuständigen Einheit des Air Force Space Command (AFSPC), relativierte die Vorwürfe des GAO. "Nein, das GPS wird nicht untergehen", stellte er klar. Das AFSPC habe das Problem "unter Kontrolle". Buckman hatte sich Internetnutzern in einer über Twitter abgehaltenen Fragestunde gestellt.

Buckman bestätigte jedoch, dass ein Risiko bestehe. GPS werde aber "nicht vom Himmel fallen - wir haben Pläne, das Risiko zu verringern und Lücken in der Abdeckung zu vermeiden." Es sei "sehr unwahrscheinlich", dass die Nutzer Unterschiede in der Genauigkeit des Satellitennavigationssystem feststellen würden. Gefragt, ob der GAO-Bericht den Kauf und den Start der neuen Satelliten beschleunigen werde, antwortete der Offizier, das sei ungewiss, "aber wir schauen immer nach Möglichkeiten, die Modernisierung von GPS zu beschleunigen und die Ressourcen den Nutzer früher zur Verfügung zu stellen."

Der derzeitige Plan sehe vor, so Buckman, einen Satelliten im August und einen weiteren Anfang 2010 in den Orbit zu schießen. Die GPS-Konstellation besteht aus 31 Satelliten, laut Buckman so viele wie zuvor. Laut dem GAO-Bericht ist damit zu rechnen, dass die aktuellen Satelliten ab dem kommenden Jahr ausfallen können. Sollte die erforderliche Mindestanzahl von 24 Satelliten nicht mehr erreicht werden, müsse mit GPS-Ausfällen gerechnet werden. Mit dem letzten Satelliten, der im März 2009 in die Umlaufbahn geschossen wurde, gibt es jedoch Probleme. SVN-49 habe "ungewöhnliche Leistungsdaten" an das Kontrollzentrum gefunkt. Die Luftwaffe kümmere sich darum und mache "gute Fortschritte" bei der Behebung des Fehlers.

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IceRa 25. Mai 2009

Galileo ist kastriert, korrumpiert und verzögert worden weil die Europäer vor den Amis...

Venki 25. Mai 2009

Das Thema "Und Geocatcher finden ihre verstecke nicht mehr im Wald." wir IMO extrem...

Anonymer Nutzer 23. Mai 2009

Wir sind dran...dauert noch etwas...*schwitz*

tobi1449 23. Mai 2009

es ist Krieg und keiner findet hin.



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