Wortmann: Xeon-Server für 399 Euro (Update)
Maibockserver mit Minimalausstattung für kleine Firmen
Mit einem besonders niedrigen Preis will die Wortmann AG kleinen Unternehmen einen Tower-Server schmackhaft machen, der mit Intels Xeon-Prozessor und einem Intel-Mainboard ausgestattet ist. Es fehlen allerdings Festplatten und ein Betriebssystem.
399 Euro kostet der Wortmann Terra Server 1107. Für das Geld bekommt der Interessent einen Server in dem ein Xeon 3050 mit 2,13 GHz (2 MByte L2 Cache, FSB 1.066) steckt. Er ist 64-Bit-fähig, unterstützt Intel VT zur Virtualisierung und hat zwei CPU-Kerne auf dem Die. Die TDP gibt Intel mit 65 Watt an. In Anbetracht des Listenpreises des Xeon-Prozessors bei Intel, der bei 188 US-Dollar (Mindestabnahme 1.000 Stück und ohne Steuern) liegt, kann für den Rest des Rechners nicht viel übrig bleiben.
Immerhin soll im Gehäuse des auch Maibockserver genannten Geräts das Servermainboard S3210SHV von Intel stecken. Das Mainboard ist gut ausgestattet: es bietet je einen PCIe-Slot mit der x8- und x4-Ausführung und zwei PCI-X-Slots mit 133 MHz. Eine Grafikkarte ist nicht notwendig, sie ist mit 32 MByte VRAM direkt auf dem Board verbaut.
Ein Mainboard, das den technischen Daten entspricht, listet Intel allerdings unter dem Namen S3210SHLX, ein Verwandter des S3200SHV. Das S3210SHV kennt Intel nicht. Das ähnlich benannte S3200SHV bietet die PCI-X-Slots aber nicht und stellt stattdessen nur zwei herkömmliche PCI-Slots (32Bit, 33 MHz) bereit. High-End-Steckkarten arbeiten dann erheblich langsamer auf dem Mainboard. Der Kundenservice gibt an, dass ein S3200SHV in dem Server steckt, konnte aber nichts genaueres zur Ausstattung sagen.
Für die Netzwerkanbindung gibt es zwei GBit-LAN-Schnittstellen. Laufwerke werden mit SATA-3-Gb-Anschlüssen mit dem Board verkabelt. Davon besitzt das Mainboard sechs Stück. Vier davon können mit den RAID-Modi 0,1,5 und 10 eingesetzt werden.
Knauserig ist Wortmann beim Arbeitsspeicher, der nur 1 GByte groß ist. DDR2-Speicher mit ECC für die Fehlerkorrektur ist zwar erheblich teurer als normaler Arbeitsspeicher, allerdings sind 15-20 Euro für einen Einzelriegel im Handel nicht gerade viel Geld. Mit besonders teuren gepufferten Speicherriegeln kann das Mainboard nicht umgehen. Der maximale Ausbau liegt bei 8 GByte RAM, verteilt auf vier Speicherbänke.
Auch ein DVD-Brenner und ein Disketten-Laufwerk ist verbaut. Festplatten fehlen dem System allerdings. Bis zu vier Festplatten lassen sich im Inneren des Gehäuses verbauen. Für die Energieversorgung der Komponenten des Servers ist ein Fortron-Source-Netzteil mit 350 Watt zuständig.
Zum Server gehört außerdem noch eine optische PS/2-Maus. Die Tastatur muss extra gekauft werden. Der Rechner wird mit einer Bring-In-Garantie von drei Jahren verkauft. Der Preis von 399 Euro gilt inklusive Mehrwertsteuer.
Nachtrag vom 22. Mai 2009, 15:30 Uhr:
Wortmann bestätigte nun, dass sich in dem Terra-Server Intels S3200SHV-Mainboard befindet. Das Mainboard hat nur 2 konventionelle 32-Bit-PCI-Slots, die PCI-Karten mit maximal 33 MHz betreiben können.
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Ich sehs ganz klar so: 1. Freie Marktwirtschaft => Jeder kann selbst entscheiden was er...
Heisst in diesem Zusammenhang?
So super ist das Angebot nun auch wieder nicht wenn man es mit einem HP ML110 G5 vergleicht.
Also wenn man nicht unbedingt so doof ist und im ich-bin-blöd markt etwas kauft, bzw. im...