Spieletest: Bionic Commando - ein Arm gegen Terror
Die teils hakelige Steuerung ist nicht das einzige Problem, mit dem Bionic Commando zu kämpfen hat. So sind die einzelnen Spielabschnitte deutlich linearer, als es die weitläufige Stadt Ascent City zunächst vorgaukelt; abseits der von den Entwicklern vorgegeben Wege ist freies Herumlaufen kaum möglich. Auch die Art der Gegner und die Spielsituationen mit ihren ausufernden Ballerpassagen gegen Terroristen und Mechs wiederholen sich schnell.
Apropos Ballern: Abseits von Pistole und bionischem Arm wird Nathan immer wieder mit Schießprügel-Nachschub versorgt und kann dann auch auf Scharfschützen- oder Maschinengewehre zurückgreifen. Allerdings ist die Munition für diese Spezialwaffen immer nur begrenzt verfügbar. Zudem lernt Nathan im Spielverlauf immer neue Fähigkeiten hinzu, kann dann den Arm wieder für neue Dinge einsetzen oder zusätzliche Angriffe ausführen.
Atmosphärisch überzeugt Bionic Commando: Die einzelnen Gebiete innerhalb der Stadt sind abwechslungsreich und bieten Abschnitte in Hochhausruinen ebenso wie Gefechte in Tunneln oder Waldgebieten. Der Detailgrad ist angenehm hoch, die Lichteffekte gelungen und Kantenflimmern selten. Zusammen mit der gelungenen Musikuntermalung entsteht so eine bedrückende Endzeitstimmung. Der Multiplayer-Modus bietet mit seinen überschaubaren Karten und Modi eher Genredurchschnitt, die Ladezeiten hingegen sind überdurchschnittlich; so lange wie hier muss selten auf einen neuen Actionlevel gewartet werden.
Bionic Commando ist für Xbox 360 und Playstation 3 verfügbar, kostet etwa 60 Euro und hat von der USK keine Jugendfreigabe erhalten. Ende 2009 soll eine Umsetzung für Windows-PC in die Läden kommen.
Fazit
Akrobat mit Hindernissen: Trotz des interessanten Szenarios und der im Großen und Ganzen geglückten Wiederbelebung des mehr als 20 Jahre alten Videospielklassikers kann Bionic Commando nicht uneingeschränkt begeistern. Die Schwungeinlagen mit dem bionischen Arm sind zu fummelig, manche Gefechte und Level zu monoton. Wer die Anfangshürde nimmt und sich mit Kamera und Bedienung arrangiert, kann trotzdem viel Spaß in Ascent City haben; vor allem wegen der Atmosphäre lohnt es, mit Spencer in den Kampf gegen die terroristische Übermacht zu ziehen.
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Jo 60 sind ne Menge Geld! Wenn die für eine Spielekopie soviel Geld kassieren wollen...
"Ein Arm gegen Terror!" Meinten Sie: Panzerfaust?
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Da gefallen mir so einige andere Tunes aber um einiges mehr o.o