Musikdownloads und Online-Mietspiele für Sony PSP?

Möglicher Angriff auf Apple

Im Internet verdichten sich Anzeichen dafür, dass Sony die neue Version der hauseigenen PSP-Mobilkonsole als Gegenspieler zum iPod-Touch positionieren könnte.

Artikel veröffentlicht am ,

Kommt die neue Playstation Portable noch vor Weihnachten? Seit Monaten wird darüber auf verschiedenen Websites spekuliert. Zuletzt hatte 1UP.com unter Berufung auf nicht genannte Quellen verkündet, dass der PSP-Nachfolger PSG Go! ohne UMD-Laufwerk aber mit Slidescreen im September in Japan und im November in den USA auf den Markt gebracht werden könnte. Spiele für die neue PSP würden nicht mehr auf UMD sondern per Download vertrieben werden.

Die Newssite Joystiq steuerte gestern ein weiteres Detail zum Gesamtbild bei. Joystick verweist auf eine aktuelle Umfrage zur PSP. In der Umfrage, die tns augenscheinlich für Sony durchgeführt hat, wurde nach der Akzeptanz für einen Online-Mietservice für PSP-Spiele gefragt. Das Konzept sieht vor, dass während der vereinbarten Vertragslaufzeit eine fixe Anzahl von Spielen heruntergeladen werden können. Unter anderem sollten die Teilnehmer der Umfrage Auskunft darüber geben, für wie lange sie einen solchen Dienst abonnieren würden, was sie dafür zahlen würden und wieviele Spiele sie monatlich herunterladen würden.

Bei Spielen soll aber noch nicht Schluss sein. Cnet meldet, dass Sony in Verhandlung mit großen Plattenfirmen steht, um einen eigenen Musikdienst für die PSP anbieten zu können. Auf Nachfrage von Cnet wollten sich weder Sony noch die großen Plattenfirmen zu der Angelegenheit äußern.

Sollte es Sony zusammen mit der neuen PSP tatsächlich gelingen, so unterschiedliche Angebote wie Musik, Spiele und womöglich auch noch Filme in einem preisgünstigen Abonnement-Modell anzubieten, könnte Apples Vormachtstellung unter Druck geraten. Eine Voraussetzung wäre natürlich, dass Sony nicht zum x-ten Male versucht, seine Kunden mit proprietären Dateiformaten und digitalem Rechte-Management zu knebeln. Der Preis müsste natürlich auch stimmen. Dann hätte Sony seit Jahren mal wieder ein wirklich heißes Eisen im Feuer. Angesichts hoher Verluste und sinkender Aktienkurse ist das Unternehmen dringend darauf angewiesen. [von Robert A. Gehring]

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