Roboter helfen behinderten Kindern

MIT-Forscher setzen Roboter bei der Therapie von kranken Kindern ein

Forscher in den USA setzen Roboter bei der Arbeit mit Kindern mit zerebraler Kinderlähmung ein. Die Roboter leiten die Kinder bei Greifbewegungen an und helfen so, dass sich in dem durch die Krankheit geschädigten Gehirn neue Nervenverbindungen ausbilden.

Artikel veröffentlicht am ,

Forscher am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) setzen Roboter bei der Therapie von Kindern mit zerebraler Kinderlähmung ein. Die Roboter führen die Glieder, wenn der Patient eine Bewegung macht. So werden die Nerven in dessen geschädigtem Gehirn angeregt, neue Verbindungen herzustellen.

Bei Patienten mit zerebraler Kinderlähmung konzentrieren sich die MIT-Wissenschaftler auf die Verbesserung der Fähigkeiten, nach Gegenständen zu greifen. Eine Übung etwa ist, dass ein Kind einen Roboterarm auf ein Ziel zubewegen muss, das auf einem Monitor dargestellt wird. Will das Kind den Griff in die falsche Richtung bewegen, leitet der robotische Arm die Bewegung in die richtige Richtung. Es sei wichtig, dass die Kinder die Bewegungen nicht einfach nur von den Therapeuten erklärt bekämen, sondern sie fühlten, sagt eine Mitarbeiterin an dem Projekt.

"Eine Therapie mit Robotern kann dabei helfen, Beeinträchtigungen zu mindern und die Nervenentwicklung bei Jugendlichen mit zerebraler Kinderlähmung zu fördern", erklärt Hermano Igo Krebs, einer der Leiter des Projektes. Krebs arbeitet seit fast 20 Jahren an einer robotischen Therapie für erwachsene Patienten, die einen Hirnschlag erlitten haben. Später sei die Behandlung anderer Krankheiten wie multipler Sklerose, der Parkinsonkrankheit, Rückenmarksverletzungen und eben zerebraler Kinderlähmung hinzugekommen.

Auch wenn ein Hirnschlag viele Nervenzellen zerstört, könnten die verbleibenden dennoch ihre Synapsen reaktivieren oder neue bilden, erklärt Krebs. Synapsen sind die Kontaktstellen der Nervenzellen. Schon früh fanden Krebs und seine Kollegen heraus, dass es dem Gehirn hilft, neue Nervenverbindungen herauszubilden, wenn die Signale im Gehirn mit einer von einem Roboter geleiteten Bewegung gekoppelt werden. So lerne ein Patient besser, wieder seine Gliedmaßen selbst zu bewegen.

Die Forscher versprechen sich von ihren jungen Patienten größere Behandlungserfolge, da sich in ihren Gehirnen besser neue Nervenverbindungen herausbilden als bei Erwachsenen. Drei Pilotstudien mit 36 Kindern hätten gezeigt, dass die Kinder durch die Unterstützung der Roboter gelernt hätten, gewandter und schneller zu greifen. Die Fortschritte, die die Kinder gemacht hätten, seien "vollständig unerwartet" gewesen, resümiert Joelle Mast, medizinische Leiterin des Blythedale-Kinderkrankenhauses in Westchester County im US-Bundesstaat New York, wo ein Teil der klinischen Tests durchgeführt wurde.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


laui 21. Mai 2009

Eine Absolut richtige Aussage. Deshalb fanden früher Therapien in regelmässigen und...

dfbsfb 20. Mai 2009

Weil unser Gesundheitssystem das Geld lieber in irgendwelchen Dachverbänden und sonstwo...

troshka 20. Mai 2009

Nein, ganz normale PR-Kampagne. Letzendes landet alles wie gewohnt bei Militär.=)



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Disney+, Netflix und Prime Video
Das goldene Streamingzeitalter wird zum silbernen

Das aktuelle Jahr hat viele Umbrüche im Streamingmarkt erlebt - und nächstes Jahr geht es weiter. Das wird negative Auswirkungen für Anbieter und Kunden haben.
Eine Analyse von Ingo Pakalski

Disney+, Netflix und Prime Video: Das goldene Streamingzeitalter wird zum silbernen
Artikel
  1. Kernfusion: US-Fusionslabor erreicht konsistent Zündungen
    Kernfusion
    US-Fusionslabor erreicht konsistent Zündungen

    Vor einem Jahr gelang der US-Forschungseinrichtung NIF ein wichtiger Fortschritt bei der Kernfusion. Der wurde inzwischen mehrfach wiederholt.

  2. Aufkauf der Restaktien: Silver Lake will die Software AG vollends übernehmen
    Aufkauf der Restaktien
    Silver Lake will die Software AG vollends übernehmen

    Das Angebot des Investors für die restlichen Anteile liegt vor. Die Software AG trennt sich derweil von zwei Produkten.

  3. 49-Euro-Ticket: Stendal könnte doch zum Deutschlandticket zurückkehren
    49-Euro-Ticket
    Stendal könnte doch zum Deutschlandticket zurückkehren

    Während weitere Landkreise ebenfalls über ein Aus für das Deutschlandticket nachdenken, gibt es für Stendal einen möglichen Ausweg.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /