Spieletest: Tunnel Rats 1968 - der Uwe-Boll-Shooter
Davon abgesehen macht die Grafik einen durchwachsenen Eindruck: Der erste Level ist mit seinen verwaschenen Farben und groben Texturen schlicht hässlich, aber dann bessert sich das Bild etwas. Später ist der Spieler auch mal in lauschig grünen Wäldern oder schönen Tälern unterwegs - die aktuellen Genrereferenzen erreicht Tunnel Rats 1968 aber an keiner Stelle auch nur annähernd.

In Feuergefechten markieren Unschärfeeffekte Treffer.
Tunnel Rats 1968 ist nur in englischsprachiger Fassung über das Downloadportal Steam erhältlich und kostet rund 19 Euro. Es benötigt offiziell einen Rechner mit mindestens 512 MByte RAM unter XP und Vista und eine CPU mit 2 GHz. Die Grafikkarte muss Pixel Shader 3.0 beherrschen und über 256 MByte RAM verfügen. Der Download schlägt mit 800 MByte zu Buche, auf der Festplatte sind 2 GByte belegt. Die Steuerung orientiert sich an Genrestandards und verwendet das klassische WASD-System mit Maus.
Das Programm wurde bislang nicht von der USK geprüft - muss es auch nicht, weil es nur im Internet verfügbar ist. Inhaltlich richtet es sich klar an Erwachsene: Immer wieder enthaupten Schüsse den Feind, Blut spritzt heftig. Außerdem kann der Spieler toten Gegnern - seltsamerweise auch solchen ohne Kopf - als Trophäe ein Ohr abschneiden, was spielerisch ebenso wenig Auswirkungen hat wie das Einsammeln der Dogtags von toten GIs.
Fazit:
Schade, aber in Trash-Regisseur Uwe Boll steckt offenbar kein bislang verborgenes Gamedesign-Genie: Tunnel Rats 1968 ist genauso wie die Filme von Boll eine Enttäuschung. Anfangs wirkt zwar das Schleichen durch die Tunnels spannend und die düstere Hintergrundgeschichte der Hauptfigur weckt Neugier. Dann stellt sich aber heraus, dass das Fallenentschärfen auf Dauer eintönig ist, dass es viel zu wenig Speicherpunkte gibt und dass vor allem die Kämpfe wegen der schlecht programmierten Steuerung nur mäßig Spaß machen.
Die ganz große, zum allgemeinen Auslachen geeignete Katastrophe ist Tunnel Rats 1968 dennoch nicht geworden - beinharte Fans des Vietnamszenarios kommen einen halben Tag lang einigermaßen auf ihre Kosten, zumal der Preis stimmt. Alle anderen Computerspieler sollten trotzdem einen Bogen um das Programm machen.
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Wozu denn? Das Fazit und der Text selbst sind doch wohl Wertung genug. Als objektiv kann...
Waren die U.S. Soldaten 1968 alle schon so gut über Funk mit ihrer Operationsbasis...
Er kann backen, aber sein Brot schmeckt nach Pups.
Jepp. Ich habs anfangs so gelöst, dass ich mich an die Wand gelehnt habe, weil da hat...