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Telekom forschte auch Privatleben von Bewerbern aus

Das Dossier über die Frau, das an die Telekom ging, hat eine deutsche Detektei erstellt. Bei der Ausforschung von Zielpersonen im Ausland setzte die Telekom im Jahr 2004 aber nicht nur auf die Privatwirtschaft. Wie die Akten der Konzernsicherheit zeigen, war auch der Bundesnachrichtendienst eine Quelle. So findet sich in den Akten eine Beschreibung einer Zielperson: "Danach ist M. ... in Zagreb als heftiger Trinker und, so D. wörtlich, als korrupte Ratte bekannt!" Die Ausführungen haben die Überschrift: "Quelle: BND". Der Bundesnachrichtendienst sagte auf Anfrage, er prüfe den Vorgang. Eine Kommentierung sei derzeit noch nicht möglich.

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Insider verweisen bei den Vorgängen in Kroatien auf die erheblichen Schwierigkeiten, mit denen die Telekom auf dem Balkan und in Osteuropa seit Jahren kämpft. Im Konzernumfeld heißt es, dort müsse "ein Sumpf von Korruption und Bestechung" ausgetrocknet werden.

Vor allem die ungarische Telekom-Tochter Magyar Telekom ist in das Visier von internationalen Ermittlungsbehörden geraten. Nachdem die Wirtschaftsprüfer von Pricewaterhouse-Coopers im Jahresabschluss 2005 verdächtige Zahlungen fanden und den Ungarn das Testat versagten, haben unter anderem die US-Börsenaufsicht SEC und das amerikanische Justizministerium die Bücher des in den USA notierten Unternehmens unter die Lupe genommen. Es geht um Beraterverträge bei Töchtern der Ungarn in Montenegro und Mazedonien, für die in den Büchern keine Gegenleistungen ersichtlich waren. In der Branche heißt es, dabei sei Geld an die lokale Regierung geflossen, um sich mehr Freiheiten bei der Regulierung zu sichern. Einen Abschlussbericht der Ermittler gibt es noch nicht.

In einem Zwischenbericht vom Mai vergangenen Jahres kommt die amerikanische Kanzlei White & Case, die Magyar selbst mit der Untersuchung der Vorwürfe beauftragt hat, aber im Fall von Mazedonien zu einem eindeutigen Ergebnis: Es gebe "Beweise für die Unrechtmäßigkeit in der Gestaltung und/oder Ausführung" von sechs Verträgen für Beratung, Marketing, Kaufprüfung (Due Diligence) und/oder Lobbyarbeit in Mazedonien in den Jahren 2004 bis 2006. Die Verträge haben einen Wert von 6,7 Millionen Euro und wurden zwischen Magyar und einer Beraterfirma auf Zypern geschlossen.

Im Umfeld der Telekom heißt es, mit der intensiven Durchleuchtung von Bewerbern habe der Konzern versuchen wollen, eine gewisse Kontrolle sicherzustellen. Grundsätzlich wisse die Telekom überhaupt nicht, was sich in Südosteuropa tue, weil sie ihre Auslandstöchter bislang wie eine Finanzbeteiligung geführt habe: Der Vorstandsvorsitzende ist bei Übernahmen in der Regel an Bord geblieben, die Telekom hat allenfalls einen deutschen Finanzchef berufen. In der Branche heißt es, vor allem die Chefs der Töchter in Griechenland, Kroatien und Slowenien seien politisch extrem gut verdrahtet. Würde die Telekom sie austauschen, müsste sie strengere Vorschriften der Regierung fürchten - etwa bei der Regulierung. Die Telekom selbst argumentiert, lokale Manager würden die Märkte besser kennen und könnten gut Trends einschätzen.

Vor dem Hintergrund der Probleme in der Region erscheint es umso wichtiger, dass die Telekom Anfang März ein eigenes Vorstandsressort für Südosteuropa geschaffen hat. Offiziell begründet sie den Schritt mit dem Zukauf der griechischen OTE, die mehrere Töchter in Osteuropa besitzt. Die Region werde dadurch so groß, dass ein eigenes Ressort angemessen sei, heißt es in Bonn.
[aus dem Handelsblatt von Sönke Iwersen, Sandra Louven, Christoph Nesshöver und Katharina Slodczyk]

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Der Kaiser! 24. Mai 2009

Nee.. xD Das stimmt schon so..

tac 22. Mai 2009

Aber eben nur im Verhältnis und das finde ich irgendwie traurig. Man orientiert sich...

:-) 21. Mai 2009

Die Erotik der Macht :-)

:-) 21. Mai 2009

Eine Mauer zwischen Arm und Reich? Aber die haben wir doch schön längst: In den Schulen...

Der Kaiser! 20. Mai 2009

Wäre vielleicht besser so..


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