Start-up verspricht Flashnachfolger mit weniger Transistoren

CMOx braucht nur eine Ebene der gitterförmigen Struktur aus Metalloxiden. Derzeit lassen sich bis zu vier dieser Lagen übereinander stapeln, jede enthält bereits das Äquivalent von Flashzellen. Damit kommt CMOx bei gleicher Strukturbreite auf die vierfache Kapazität von NAND-Flash. Da die Datendichte so hoch ist, soll die Technik sich auch eignen, um ältere Chipfabriken neu auszulasten. Wo beispielsweise die Produktion von 90-Nanometer-Flash durch den rasanten Preisverfall unrentabel geworden ist, kann man mit derselben Größe der Dies die Kapazitäten von 65-Nanometer-Bausteinen erreichen.

Im Vergleich zu NAND-Flash soll CMOx zudem viel schneller sein, Unity spricht von der 5- bis 10fachen Geschwindigkeit. Ein einzelner Baustein soll bereits 100 MByte/s beim Lesen und 60 MByte/s beim Schreiben erreichen. Für solche Geschwindigkeiten brauchen Flash-Speicher heute mehrere Bausteine und einen intelligenten Controller, der sie verbindet. Diese Angaben macht Unity aber nur für einen CMOx-Chip mit 64 Gigabit Kapazität, der im ersten Halbjahr 2010 als Prototyp vorliegen soll.

Bereits seit zwei Jahren fertigt das Unternehmen CMOx-Bausteine mit 64 Kilobit, und seit einem Jahr solche mit 64 Megabit. Diese Vervielfachung der Kapazität um eine Größenordnung ist für eine neue Speicherbauform beachtlich. In den sieben Jahren seiner Existenz will Unity 60 Patente erhalten und 90 weitere angemeldet haben.

Hinter dem Unternehmen steckt der CEO und Gründer Darrell Rinerson, der zuvor für Micron und AMD tätig war. Sein Vize der Fertigungsabteilung, Robin Cheung, war früher bei Applied Materials tätig, welche Maschinen für die Halbleiterproduktion anbieten. Von Cheung stammt auch eines der zentralen Patente für die Kreuzstruktur von CMOx, das bereits 2007 beim US-Patentamt eingereicht aber noch nicht erteilt wurde.

CMOx ist dabei aber nicht der einzige designierte Nachfolger von Flashspeichern. Motorolas ehemalige Halbleitersparte Freescale und Toshiba propagieren MRAM, Samsung sein PRAM, und erst vor einem Jahr trat HP mit dem Konzept des Memristor an die Öffentlichkeit.

Während all diese Konzepte noch keine nennenswerte Anwendung bei Endgeräten finden konnten, will Unity bereits 2010 durchstarten. Der 64-Gigabit-Prototyp soll nicht ein solcher bleiben, sondern noch im selben Jahr in Massenstückzahlen lieferbar sein. Im Auge hat das Unternehmen damit aber nicht nur SSDs, sondern alle Arten von mobilen Geräten. Und deren Anzahl hatte jüngst erst Intel mit einem Volumen von über 400 Millionen Geräten im Jahr angegeben.

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 Start-up verspricht Flashnachfolger mit weniger Transistoren
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Dor Nocci 21. Mai 2009

Ähm Frage: wozu brauchst du eine SSD? Ich brauche sie weil sie schneller ist, demzufolge...

JingeJohn 20. Mai 2009

CMox oder CMOx?

nf1n1ty 20. Mai 2009

Ich schätze mal, dass diese Speichersteine ihre Hauptanwendung in der Phantom-Konsole...

:-) 20. Mai 2009

Eine Feldstärke von 100 kV/m entspricht 100 microvolt/nanometer. Bei derartigen...



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