Cisco will Stromnetze ausrüsten
Smart Grids sind die Voraussetzung für die Einbindung von dezentralen regenerativen Energieerzeugern wie Wind- oder Solaralanagen oder von Elektroautos als Zwischenspeicher in das Stromnetz. Dazu bedarf es eines intelligenten Systems, das den von den großen Energieversorgern und von den Kleinerzeugern ins Netz eingespeisten Strom erfasst und so verteilt, dass keine Versorgungsengpässe entstehen.
Entscheidend für das Stromnetz der Zukunft ist, dass eine Kommunikation in beide Richtungen, also vom Lieferanten zum Verbraucher und umgekehrt, stattfinden kann. "Wir haben am Aufbau des Internets mitgearbeitet, und wir betrachten das als das nächste große Netz", sagte Marie Hattar, Bereichsleiterin Netzwerke und Sicherheit bei Cisco. Einziger Unterschied sei, dass im Internet Informationsflüsse, im Stromnetz Stromflüsse gesteuert werden müssten.
Das intelligenten Stromnetz werde dabei um das 10- bis 100fache größer sein als das Internet, da es in jedem Haushalt und jedem Unternehmen Geräte gebe, die Strom brauchen und an dieses Netz angeschlossen werden. "In der Zukunft werden unsere Kühlschränke und Waschmaschinen intelligent sein – jedes unserer Geräte kann ein Punkt oder ein Knoten im intelligenten Stromnetz sein." Das werde, ist Hattar überzeugt, die nächste Entwicklungsstufe des Internets.
Hattar schätzt die Kosten für den Aufbau eines Smart Grids auf rund 20 Milliarden US-Dollar. Cisco wolle sich seinen Anteil an diesem Markt sichern und räume den intelligenten Stromnetzen einen hohen Stellenwert in der Unternehmensstrategie der kommenden Jahre ein.
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