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Studie: Kein Long Tail in Dateitauschbörsen

Studie über Dateitausch: In den Börsen werden vor allem bekannte Hits geladen

Eine aktuelle Studie von der britischen Verwertungsgesellschaft für Musik relativiert die Vorstellung, dass der kostenlose Dateitausch über Peer-to-Peer-Börsen unbekannte Musiker fördere. Illegal geladen werde, so die Autoren, was auch legal gekauft werde: die bekannten Stücke aus den Hitparaden.

2004 stellte Chris Anderson, Chefredakteur des Technikmagazins Wired, die Theorie des Long Tail auf. Danach soll es möglich sein, im Internet mit dem Verkauf von Nischenprodukten, die in Geschäften wegen des begrenzten Platzangebotes nicht angeboten würden, Geld zu verdienen. Das gelte vor allem für Bücher und Musik. Werde den Nutzern eine größere Auswahl angeboten und schmackhaft gemacht, würden diese das erweiterte Angebot auch wahrnehmen, so Andersons These. Eine aktuelle Studie widerspricht dieser These zumindest für den Bereich Musik.

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Durchgeführt haben die Studie "The Long Tail Of P2P" Eric Garland, Chef des US-Marktforschungsinstituts Big Champagne, und Will Page, Chefökonom bei der Musikverwertungsgesellschaft PRS for Music, dem britischen Pendant zur GEMA. Die beiden haben verglichen, welche Musik legal erworben und illegal über Tauschbörsen geladen wird. Das Ergebnis widerspricht Andersens These. Denn die Nutzer suchten in den illegalen Angeboten das, was sie auch in legalen Angeboten oder in den Geschäften suchten.

Abgesehen von einigen regionalen Besonderheiten seien sich die Hitlisten von so unterschiedlichen Angeboten wie kommerziellen Radiostationen, dem Musikfernsehen, Youtube, legalen Internetangeboten wie iTunes und den Tauschbörden "bemerkenswert ähnlich", schreiben Page und Garland. Geladen werde, was in den Hitparaden oder ohnehin beliebt sei, wie etwa die Platten der Beatles.

In den P2P-Börsen, so fand BigChampagne heraus, stürzten sich die Nutzer auf ganz wenige Dateien, den überwiegenden Rest ließen sie links liegen. "95 Prozent des Bestandes machte nur 20 Prozent der Downloads aus." Der Löwenteil von 80 Prozent der Downloads entfiel auf gerade mal 5 Prozent der in den Börsen angebotenen Dateien. "BigChampagne hat im illegalen Markt noch keinen großen Hit oder andere beliebte Platten gefunden, die nicht auch ein Verkaufsschlager im legalen Markt gewesen wären." Das entspreche nicht unbedingt den Erwartungen der Long-Tail-These.

Grund sei, so die beiden Autoren, ein "Paradox der Auswahl": Die Auswahl in den Dateitauschbörsen sei zu groß, als dass die Nutzer sie nach der Musik, die ihnen gefällt, durchsuchen könnten oder wollten. Stattdessen hielten sie sich an das, was ihnen Freunde empfehlen oder was sie aus den Medien kennen. In der Folge verbreitere sich die Lücke zwischen Mainstream und den Nischen sogar noch.

Die Studie wurde gestern auf dem Great-Escape-Festival im südenglischen Badeort Brighton vorgestellt.


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zwanzig drei 18. Mai 2009

Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe. Wenn der...

Du 18. Mai 2009

Ist ja auch keine Überraschung. Man muß schon wissen, was man sucht (z.B. Bandnamen...

altes zeuch 18. Mai 2009

ich lade momentan alles runter was ich schon als schallplatten besitze. Ist das...

lady gogo 18. Mai 2009

CDs im Laden? Was zum Teufel, es gibt CDs im Laden und da ist Musik drauf?

Bassa 17. Mai 2009

Ich denke, diese These ist gar nicht dumm. Eine Studie der Musikindustrie, die die...



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