BVV: Blu-ray-Erfolg kompensiert sinkenden DVD-Umsatz

Videotheken schieben das Blu-ray-Geschäft an

Die Zahl der in Deutschland verkauften DVDs ist nicht nur rückläufig, durch Preisaktionen sank im ersten Quartal 2009 auch der Umsatz. Durch die steigenden Blu-ray-Verkäufe wird das aber kompensiert, konstatiert der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) - und erwähnt den Einfluss von Videotheken auf das Blu-ray-Wachstum.

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Insgesamt wurden im ersten Quartal 2009 laut BVV 25,1 Millionen Bildtonträger verkauft, was den Rekordabsatzzahlen des gleichen Vorjahreszeitraums entspreche, so der BVV. Beim Umsatz wurde der Vorjahreszeitraum aber nicht erreicht: Der Umsatz lag mit 303 Millionen Euro unter den 306 Millionen Euro des ersten Quartals 2008.

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Der Anteil am DVD-Absatz im 1. Quartal 2009 liegt bei 24 Millionen verkauften Scheiben 3 Prozent unter den 24,6 Millionen des Vorjahreszeitraums. Zu den rückläufigen Verkaufszahlen kommt laut BVV, dass der Umsatz durch Preisaktionen des unter Druck stehenden Handels auf 280 Millionen Euro gesunken ist. Das sind 5 Prozent weniger als im 1. Quartal 2008, in dem 296 Millionen Umsatz durch DVD-Verkäufe erzielt wurden.

Gleichzeitig hat jedoch die Blu-ray-Vermarktung stark angezogen. Im ersten Quartal 2009 sind laut BVV bereits 1,1 Millionen Blu-ray-Discs in Deutschland verkauft worden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (0,2 Millionen Einheiten) bedeutet das einen Anstieg um 402 Prozent. Damit hätten die deutschen Verbraucher nach nur drei Monaten etwa zwei Drittel des letztjährigen Gesamtjahresabsatzes (1,7 Millionen Stück) erworben. Der erfolgreichste Blu-ray-Titel im ersten Quartal 2009 war der Batman-Film "The Dark Knight".

Der Blu-ray-Umsatz stieg wegen der Preisaktionen zum Ankurbeln des Interesses am noch jungen Format allerdings nicht im gleichen Maße. Der BVV spricht von einem starken Preisverfall von durchschnittlich 27,75 auf attraktivere 20,30 Euro je Blu-ray-Film. Dennoch wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres immerhin 23 Millionen Euro Umsatz mit der Blu-ray erzielt, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (6 Millionen Euro) etwa einer Verdreifachung (+267 Prozent) des Blu-ray-Umsatzes entspricht.

Verbandssprecher Oliver Trettin geht davon aus, dass trotz niedrigerer Blu-ray-Preise für das Gesamtjahr 2009 - und hier insbesondere durch das für die Branche wichtigste vierte Quartal - Blu-ray-Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe zu erwarten sind.

Auch im Videovermietmarkt spielt die Blu-ray eine immer größere Rolle - und gibt dem Blu-ray-Geschäft laut BVV "starke Impulse". Für das erste Quartal 2009 wurden 1,2 Millionen Blu-ray-Vermietvorgänge gemeldet, in den ersten drei Monaten des Vorjahres waren es nur 0,2 Millionen, so dass im Vergleich sechsmal mehr (+597 Prozent) Blu-rays ausgeliehen wurden. Trotz dieses Zuwachses wurden zusammen mit der DVD insgesamt nur 29,5 Millionen statt 30 Millionen Verleihvorgänge erreicht. Der Umsatz, den die Videotheken mit dem Verleih der Bildträger im ersten Quartal 2009 erwirtschaftet haben, sank auf 71 Millionen Euro, während es im Vorjahreszeitraum noch 73 Millionen Euro waren.

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Siga999 20. Mai 2009

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CyberTim 16. Mai 2009

ja, aber das ist genau das, was ich meine. Klar kriegt man was für 2000 Euro hin, aber...

Bill Blüm 15. Mai 2009

Die Renten sind sicher, und niemand hat die Absicht eine mauer zu errichten. Achja: Mehr...



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