Erste Grafikkarten mit Intels Larrabee erst 2010
Heise Online hatte Schütz am Rande der Eröffnung von Intels "Visual Computing Institute" in Saarbrücken am vergangenen Dienstag befragt. In diese Forschungseinrichtung will Intel in den kommenden fünf Jahren 12 Millionen Euro investieren, um weitere Anwendungen rund um Computergrafik zu entdecken.
In dem Gespräch(öffnet im neuen Fenster) sagte der Chef des "Microprocessor Technology Lab", Joe Schütz, dass noch kein Entwickler, der nicht bei Intel angestellt ist, Larrabee-Prototypen erhalten habe. Ein "first silicon" des Chips gibt es jedoch, Intel-Vize Pat Gelsinger hatte einen Wafer mit Larrabee-Chips im April 2009 auf dem IDF in Peking gezeigt. Seitdem ist auch offiziell bestätigt, dass Larrabee aus bis zu 64 Pentium-Kernen besteht.
Derzeit, so Schütz weiter, gebe es aber bereits Entwicklungskits bei Drittherstellern, die aber noch auf Software basieren. Diese Emulation von Prozessoren ist durchaus üblich, auch die Chiphersteller selbst arbeiten auf Supercomputern mit solchen Verfahren.
Im ersten Halbjahr 2010 rechnet Joe Schütz mit der "Verfügbarkeit von Larrabee-Produkten", so Heise Online. Ob man diesen Zeitraum als Verschiebung des Chips betrachten will, ist Ansichtssache. Intel hatte sich zu einem Termin für Larrabee nie offiziell geäußert, und auch auf dem letzten IDF war nur die Rede vom Ende des Jahres 2009 oder dem Beginn des Jahres 2010.
Intel Deutschland bestätigte gegenüber Golem.de, dass Larrabee erst 2010 auf den Markt kommen soll. Nicht festlegen will sich der Chiphersteller aber auf einen Zeitpunkt, zu dem Entwickler ihre Anwendungen mit Larrabee-Karten testen können. Ebenso steht noch kein Termin fest, zu dem Intel den Chip im Betrieb öffentlich vorführen will. Man darf ob der in den letzten zwei Monaten zu Larrabee preisgegebenen Informationshäppchen gespannt sein, ob die Demo des Prozessors schon auf der Computex Anfang Juni 2009 erfolgt oder erst auf dem in diesem Jahr einzigen groß aufgezogenen IDF in San Francisco Ende September.
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