Abo
  • Services:

Markt für DRAM hat seinen Tiefpunkt erreicht

Verkaufspreise im ersten Quartal 2009 nahe den Herstellungskosten

Die Marktforscher von DRAMeXchange haben ihre Analyse für das erste Quartal 2009 vorgelegt. Demnach war die Nachfrage weiterhin rückläufig, die Preise erholen sich jedoch langsam. Auch die Qimonda-Pleite wirkt sich auf dem Weltmarkt aus.

Artikel veröffentlicht am ,

Vor kurzem hatte DRAMeXchange für die kommenden Monate anziehende Speicherpreise vorhergesagt, für das abgelaufene erste Quartal 2009 sehen die Zahlen aber bitter aus. Im Vergleich zum ohnehin schon schwachen vierten Quartal 2008 wurden in den folgenden drei Monaten nochmals 22,4 Prozent weniger Umsatz mit Speicherbausteinen erzielt.

Stellenmarkt
  1. DFL Digital Sports GmbH, Köln
  2. MediaNet GmbH Netzwerk- und Applikations-Service, Freiburg im Breisgau

Für PC-Hersteller, die mit DRAM-Lieferanten langfristige Verträge unterhalten, reduzierte sich den Marktforschern zufolge der Preis für einen DDR2-Baustein mit 1 Gigabit Kapazität erstmals auf bis zu 80 US-Cent, was fast den Herstellungskosten entsprechen soll. Der DRAM-Markt litt schon vor der Wirtschaftskrise unter Preisverfall durch Überkapazitäten, alle Unternehmen hatten deshalb die Produktion zurückgefahren.

Insgesamt hatte sich der Preis für 1 GBit DDR2-Speicher im ersten Quartal 2009 bei Vertragskunden um 25 Prozent reduziert, am Spot-Markt, wo kurzfristiger Bedarf gedeckt wird, konnten diese Bausteine aber wieder auf 1,2 US-Dollar zulegen, so DRAMeXchange.

Der Markt für Speicherbausteine ist fest in koreanischer Hand, Samsung und Hynix kommen zusammen auf einen Anteil von 48,8 Prozent. Dabei fangen diese beiden Unternehmen die eingestellte Produktion von Qimonda auf, konnten aber auch Micron Marktanteile abnehmen. Der US-amerikanische Speicherhersteller kam im vierten Quartal 2008 noch auf 16,9 Prozent Anteil und lag im folgenden Quartal nur noch bei 15,3 Prozent. Micron befindet sich derzeit in einer Restrukturierungsphase, die Werksschließungen und den Verlust von 2.000 Arbeitsplätzen mit sich bringt.

Wie schnell der Markt auf Insolvenzen reagiert, zeigen die Zahlen, die DRAMeXchange für Qimonda errechnet hat. So soll der Anteil an den weltweit produzierten DRAMs bei Qimonda vom vierten zum ersten Quartal nur von 4,7 auf 4 Prozent gefallen sein. Der Anteil der Qimonda-Chips, die unter eigenem Namen verkauft wurden, fiel aber von 8,3 Prozent auf 4,8 Prozent. Offenbar wurde also ein Großteil der deutschen DRAMs vor der Insolvenz an Drittanbieter verkauft. Qimonda hat die Produktion im April 2009 auf Eis gelegt.

Entspannter sieht die Lage am Markt für Flashbausteine aus. Hier wurden laut DRAMeXchange nur 2,4 Prozent weniger Umsatz erzielt als im vierten Quartal 2008. Hynix rutschte zwar um fast zwei Prozent Marktanteil ab, Samsung und Toshiba fingen dies aber auf. Und Intel konnte, bedingt durch seine besonders schnellen SSDs, sogar inzwischen einen Anteil von 7,4 Prozent am Markt für NAND-Flash erreichen. Auch hier dominieren zwei Unternehmen: Samsung und Toshiba stellen zwei Drittel aller weltweit hergestellten Flashchips in NAND-Bauweise.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

Anonymer Nutzer 14. Mai 2009

zu spät!

Dominator 13. Mai 2009

Sehe keine preisreduzierung, ist wie schon länger so ca. 8,50€ /GB


Folgen Sie uns
       


Hallo Magenta - Präsentation auf der Ifa 2018

Auf der Ifa 2018 hat die Deutsche Telekom ihren eigenen smarten Assistenten gezeigt. Er läuft auf einem ebenfalls selbst entwickelten smarten Lautsprecher und soll zunächst trainiert werden. Telekom-Kunden können an einem Test teilnehmen und erhalten dafür den Lautsprecher kostenlos.

Hallo Magenta - Präsentation auf der Ifa 2018 Video aufrufen
Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


    Zukunft der Arbeit: Was Automatisierung mit dem Grundeinkommen zu tun hat
    Zukunft der Arbeit
    Was Automatisierung mit dem Grundeinkommen zu tun hat

    Millionen verlieren ihren Job, aber die Gesellschaft gewinnt dabei trotzdem: So stellen sich die Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens die Zukunft vor. Wie soll das gehen?
    Eine Analyse von Daniel Hautmann

    1. Verbraucherschutzminister Kritik an eingeschränktem Widerspruchsrecht im Online-Handel
    2. Bundesfinanzminister Scholz warnt vor Schnellschüssen bei Digitalsteuer
    3. Sommerzeit EU-Kommission will die Zeitumstellung abschaffen

    Segelflug: Die Höhenflieger
    Segelflug
    Die Höhenflieger

    In einem Experimental-Segelflugzeug von Airbus wollen Flugenthusiasten auf gigantischen Luftwirbeln am Rande der Antarktis fast 30 Kilometer hoch aufsteigen - ganz ohne Motor. An Bord sind Messinstrumente, die neue und unverfälschte Daten für die Klimaforschung liefern.
    Ein Bericht von Daniel Hautmann

    1. Luftfahrt Nasa testet leise Überschallflüge
    2. Low-Boom Flight Demonstrator Lockheed baut leises Überschallflugzeug
    3. Elektroflieger Norwegen will elektrisch fliegen

      •  /