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Pirate-Bay-Betreiber sollen sofort Schadensersatz zahlen

Schwedische Vollzugsbehörde will Konten pfänden. Der schwedische Staat will, dass die vier verurteilten Pirate-Bay-Betreiber den Schadensersatz in Höhe von umgerechnet knapp 3 Millionen Euro trotz Berufung sofort zahlen. Heute wird die erste Rate fällig.
/ Werner Pluta
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Trotz der laufenden Berufung im Prozess gegen die Betreiber des BitTorrent-Trackers Pirate Bay will die schwedische Regierung den Schadensersatz jetzt eintreiben, berichtet die schwedische Tageszeitung The Local(öffnet im neuen Fenster) . Die schwedische Vollzugsbehörde Kronofogdemyndigheten, kurz Kronofogden, hat den vier Verurteilten eine Aufforderung zugestellt, 12,1 Millionen Schwedische Kronen, umgerechnet etwa 1,1 Millionen Euro, zu zahlen. Insgesamt beträgt der Schadensersatz 30 Millionen Kronen (knapp 2,8 Millionen Euro).

Nach Informationen der Tageszeitung will die Kronofogden sogar die Konten von Fredrik Neij, Gottfrid Svartholm Warg, Peter Sunde und Carl Lundström pfänden, um das Geld einzutreiben. Falls bis zum heutigen Mittwoch keine Zahlung eingehe, werde man die Konten prüfen und das Geld, falls vorhanden, beschlagnahmen, sagte ein Kronofogden-Sprecher.

Die Verurteilten zeigten sich von der Aufforderung nicht sehr beeindruckt. Er habe den Bescheid der Behörde in den Schredder gesteckt, sagte Sunde der Nachrichtenagentur TT. Da er kein Geld habe, berühre die Zahlungsaufforderung seine persönlichen Finanzen nicht. Am Ende könnte die Zahlung der Geldstrafe an Lundström hängenbleiben. Als Erbe des Lebensmittelskonzerns Wasabröd ist er der einzige, der über genug Geld verfügt.


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