IDC: Jede fünfte Mobil-CPU von Intel ist ein Atom

Neue Zahlen zum Prozessormarkt

Nach Mercury Research hat nun auch IDC seine Zahlen zum Prozessormarkt im ersten Quartal des Jahres 2009 vorgelegt. Zwar schrumpften die abgesetzten Stückzahlen erneut dramatisch, die Marktforscher sehen jedoch ein baldiges Ende der Absatzkrise voraus. Vor allem der Trend zu mobilen PCs ist ungebrochen.

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Gestoppt ist der Einbruch des Prozessormarktes, der die Krise der PC-Branche im vierten Quartal 2009 einläutete, noch nicht. Die Marktforscher von IDC sehen nun aber ein Ende der rückläufigen Verkäufe erreicht, wie es auch Mercury Research vor kurzem meldete. Ähnlich hatte sich bereits der größte Auftragsfertiger für Halbleiter TSMC geäußert.

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Zunächst einmal hat jedoch auch IDC für das gesamte erste Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum einen Rückgang der verkauften Prozessoren um 13 Prozent zu verzeichnen. Gegenüber dem vierten Quartal 2008 waren es 10,9 Prozent weniger verkaufte Prozessoren.

Der Einbruch setzt sich damit weniger stark fort, als er begonnen hatte, denn vom dritten auf das vierte Quartal 2008 wurden laut IDC 17 Prozent weniger CPUs umgesetzt. Die damit erzielten Umsätze schrumpften vom vierten Quartal 2008 auf das erste Quartal 2009 um 11 Prozent, was darauf hindeutet, dass die CPU-Hersteller ihre Preise noch halten konnten.

Bereits im März 2009 und auch nach den ersten Zahlen für den April 2009 soll die Nachfrage IDC zufolge aber schon wieder angezogen haben. Dies, so die Marktforscher, deute aber nicht direkt auf einen wieder wachsenden PC-Markt hin. Vielmehr hätten die PC-Hersteller in den Monaten zuvor ihre Lagerbestände aufgebraucht, die sie nun wieder auffüllen müssten. Daher seien verstärkt CPUs gekauft worden.

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Wie sehr sich der Markt in nur einem Jahr gewandelt hat, belegt auch eine andere Zahl: IDC zufolge stammen 21 Prozent der Mobilprozessoren, die Intel im ersten Quartal 2009 verkauft hat, aus der Atom-Serie. Diese CPUs machen aber nur 6,5 Prozent des Umsatzes von Intels Mobilabteilung aus. Mit den teureren Prozessoren wird also mehr Geld verdient, bei den Atoms funktioniert das Geschäft nur über hohe Stückzahlen. Intel selbst macht zu den Stückzahlen und Umsätzen mit einzelnen Produkten keine Angaben. Trotz dieser Zahlen behaupten viele PC-Hersteller immer noch, der Boom der Netbooks werde das Geschäft mit Notebooks nicht schrumpfen lassen.

Da AMD derzeit bei Prozessoren preislich nur bis zur Mittelklasse mitspielt, konnte der Intel-Konkurrent von der Verlagerung der Nachfrage auf günstige CPUs profitieren. Wie schon von Mercury Research festgestellt, konnte AMD Intel Marktanteile abjagen. Der Anteil des Marktführers schrumpfte um 4,7 Prozent, mit 77,3 Prozent des gesamten CPU-Markts liegt Intel aber weiterhin klar vorne. AMD kommt laut IDC inzwischen aber auf 22,3 Prozent und steigerte sich um 4,6 Prozent. Die Zahlen von IDC sehen AMD damit stärker als Mercury Research, die AMD nur 20,9 Prozent des Markts zugestanden.

Bei den Mobilprozessoren ist Intels Dominanz noch stärker, das Unternehmen kommt hier auf 84,3 Prozent Anteil, verlor aber 4,7 Prozent. Um genau diesen Anteil konnte AMD zulegen, das bei mobilen CPUs nun auf 15 Prozent kommt. Bei den Desktop-CPUs ist AMD weiterhin gut aufgestellt und kommt nun auf 29,8 Prozent, wobei der Chiphersteller um 3,8 Prozent zulegen konnte. Intel verlor um 3,7 Prozent und stellt nun noch 70 Prozent der Desktopprozessoren.

AMDs Opteron-Geschäft mit CPUs für Server und Workstations ist aber weiter rückläufig, woran auch die Vorstellung der überraschend starken Nehalem-EP-Linie verantwortlich sein dürfte. In diesem Markt verlor AMD im ersten Quartal 2009 1,2 Prozent Marktanteile und kommt nun nur noch auf 10,7 Prozent des Marktes. Den Rest hat Intel mit 89,3 Prozent, wobei das Unternehmen um 1,2 Prozent zulegen konnte.

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