Gamedesign-Professor: Spielentwicklung wird Leittechnologie

Know-how von Spielentwicklern entscheidend für künftige Technologien

Computerspiele sind laut Bundestag ein neues Leitmedium - und die Entwicklung der interaktiven Programme gehört künftig zu den Leittechnologien. Das sagte Bartosz von Rymon Lipinski, Professor für Gamedesign in München, anlässlich seiner Berufung.

Artikel veröffentlicht am ,

Computerspiele sind mal mehr mal weniger leichte Unterhaltung - die Produktion der "interaktiven Unterhaltung" hingegen hat sich längst zur ernstzunehmenden Disziplin entwickelt. So ernsthaft, dass der Münchner Professor für Gamedesign Bartosz von Rymon Lipinski erwartet, dass die Computerspiele-Technologie eine der Leittechnologien des 21. Jahrhunderts wird. Er nennt zwei Gründe: "Einerseits wird die Entwicklung von Computerspielen immer aufwendiger und komplexer. Andererseits profitieren immer mehr Bereiche von den Erkenntnissen, die in modernen Computerspielen stecken", so von Rymon Lipinski anlässlich seiner Berufung zum Professor für Gamedesign an der Mediadesign Hochschule in München.

Auch wegen der immer aufwendigeren Grafiken und Animationen arbeiten immer öfter viele hundert Mitarbeiter über mehrere Jahre hinweg an der Entwicklung eines Spieles. Die Kosten liegen oft im mehrstelligen Millionenbereich. "Steigende Qualitätsanforderungen und zunehmende Komplexität der virtuellen Welten werden zu den größten Herausforderungen der zukünftigen Computerspiele-Technologie", so von Rymon Lipinski.

Auch die Filmindustrie sei ohne die Ergebnisse der Computerspiele-Technologie kaum mehr denkbar. "Ich erwarte, dass Filme und Computerspiele zu einem Medium verschmelzen werden, Filme werden interaktiver und Spiele realer", sagte von Rymon Lipinski. Und selbst die wichtigsten Industriebereiche Deutschlands, die Automobil- und die Maschinenbaubranche, werden zunehmend von der Computerspiele-Technologie profitieren. So würden die technischen Unterschiede zwischen Auto-Computerspielen und Fahrsimulatoren immer geringer. Solche Systeme seien damit gewissermaßen "Abfallprodukte" bei der Entwicklung neuer Computerspiele. Computerspieler und -entwickler würden zur Geburt einer neuen Leittechnologie beitragen, die wissenschaftliche Disziplinen, wie 3D-Computergrafik, physikalische Simulation und künstliche Intelligenz, auf eine neuartige und spannende Weise vereint.

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IhrName9999 14. Mai 2009

Aha ... "In der Stunde also". Vielleicht in der Schule mal ein bischen besser aufpassen...

apfeluser 14. Mai 2009

Ich gehe nicht davon aus, dass Film und Spiel komplett verschmelzen werden. Auch wenn...

bvrl 13. Mai 2009

Hallo wowie, Leider habe ich früher tatsächlich die Erfahrungen gemacht, dass der Respekt...

irata 13. Mai 2009

Jedes Wort von Professor Oberschlau war eigentlich eine Lachnummer für sich! Künstliche...



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