Wahl-O-Mat für Europawahl ist online
Entscheidungshilfe anhand von Thesen der Parteien
Die Bundeszentrale für politische Bildung hat die Webanwendung "Wahl-O-Mat" mit Funktionen für die Europawahl vom 7. Juni 2009 ins Netz gestellt. Diesmal können die Anwender anhand von 38 Thesen überprüfen, mit welcher Partei sie am ehesten übereinstimmen. Vertreten ist zudem eine größere Anzahl von Parteien als bisher.
Der Wahl-O-Mat war ursprünglich von der Bundeszentrale für politische Bildung zusammen mit Politikstudenten entwickelt und erstmals vor der Bundestagswahl 2002 ins Netz gestellt worden. Anhand von 38 Thesen, zu denen der Benutzer seine Zustimmung, Ablehnung oder eine neutrale Haltung äußern kann, gibt die Webseite eine Analyse, welche Partei den persönlichen Überzeugungen am nächsten steht.
Diese Thesen stammen aus den Wahlprogrammen der Partien, der Wahl-O-Mat verrät aber bei der Fragestellung nicht, von welcher Partei die jeweilige These vertreten wird. Ein Einblick in die direkte Übereinstimmung der eigenen Antworten mit den Thesen der Parteien ist erst möglich, wenn alle Fragen beantwortet sind. Dies soll im Vorfeld vorhandene Parteipräferenzen weitgehend ausschließen. Die Anwendung versteht sich dennoch nicht als Wahlempfehlung, worauf sie auch vor dem Start der Fragen hinweist.
Um den Wahl-O-Mat hatte es vor der bayerischen Landtagswahl 2008 Querelen gegeben. Die ÖDP ließ die Anwendung durch eine einstweilige Verfügung kurzfristig aus dem Netz nehmen, weil sie in der ersten Fassung nicht vertreten war. Daher hat die Bundeszentrale für politische Bildung diesmal vorab bei allen 32 zur Wahl zugelassenen Parteien und politischen Vereinigungen nach Unterstützung gefragt, 29 davon sind nun im neuen Wahl-O-Mat enthalten, auch die ÖDP.
Da die Thesen des Wahl-O-Mat ausschließlich von einer staatlichen Organisation ausgewählt werden und auch die Software nicht frei einsehbar ist, gibt es inzwischen ein Open-Source-Projekt, das mehr Unabhängigkeit verspricht. Diesen Wahlidator können auf der Webseite registrierte Mitglieder mitgestalten, die Fragen zur Europawahl 2009 sind jedoch noch nicht fertiggestellt.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed






Hallo, bin kürzlich bei einer Suche auf diesen ("älteren") Beitrag gestoßen. Der...
Danke für deinen Kommentar, ich bin schon lange der Meinung, dass das Internet die beste...
Das liegt doch auch daran, dass sie sich in der Politik unserer Parteien nicht wiederfinden.
du überliest auch immer die hälfte? ich erkläre nicht die evolution zu was heiligen...