Wahl-O-Mat für Europawahl ist online
Der Wahl-O-Mat(öffnet im neuen Fenster) war ursprünglich von der Bundeszentrale für politische Bildung zusammen mit Politikstudenten entwickelt und erstmals vor der Bundestagswahl 2002 ins Netz gestellt worden. Anhand von 38 Thesen, zu denen der Benutzer seine Zustimmung, Ablehnung oder eine neutrale Haltung äußern kann, gibt die Webseite eine Analyse, welche Partei den persönlichen Überzeugungen am nächsten steht.
Diese Thesen stammen aus den Wahlprogrammen der Partien, der Wahl-O-Mat verrät aber bei der Fragestellung nicht, von welcher Partei die jeweilige These vertreten wird. Ein Einblick in die direkte Übereinstimmung der eigenen Antworten mit den Thesen der Parteien ist erst möglich, wenn alle Fragen beantwortet sind. Dies soll im Vorfeld vorhandene Parteipräferenzen weitgehend ausschließen. Die Anwendung versteht sich dennoch nicht als Wahlempfehlung, worauf sie auch vor dem Start der Fragen hinweist.
Um den Wahl-O-Mat hatte es vor der bayerischen Landtagswahl 2008 Querelen gegeben . Die ÖDP ließ die Anwendung durch eine einstweilige Verfügung kurzfristig aus dem Netz nehmen, weil sie in der ersten Fassung nicht vertreten war. Daher hat die Bundeszentrale für politische Bildung diesmal vorab bei allen 32 zur Wahl zugelassenen Parteien und politischen Vereinigungen nach Unterstützung gefragt, 29 davon sind nun im neuen Wahl-O-Mat enthalten, auch die ÖDP.
Da die Thesen des Wahl-O-Mat ausschließlich von einer staatlichen Organisation ausgewählt werden und auch die Software nicht frei einsehbar ist, gibt es inzwischen ein Open-Source-Projekt, das mehr Unabhängigkeit verspricht. Diesen Wahlidator(öffnet im neuen Fenster) können auf der Webseite registrierte Mitglieder mitgestalten, die Fragen zur Europawahl 2009 sind jedoch noch nicht fertiggestellt.
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