EU vs. Intel: Entscheidung über Strafe am Mittwoch
Am vergangenen Freitag habe die Europäische Kommission die geplante Strafe mit den nationalen Wettbewerbsbehörden diskutiert, die in der Sache ein Mitspracherecht haben, schreibt das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster). Sobald sich alle Beteiligten zu der Sache geäußert hätten, könne das endgültige Dokument den EU-Kommissaren voraussichtlich am Mittwoch vorgelegt werden.
Eine offizielle Stellungnahme zu den Berichten gibt es bislang nicht.
Das Kartellverfahren der EU gegen Intel geht auf eine Beschwerde von Intel-Konkurrent AMD aus dem Jahr 2000 zurück. Die EU wirft Intel unter anderem vor, einigen OEMs substanzielle Rabatte gewährt zu haben, wenn diese den Großteil ihrer CPUs bei Intel kaufen, sowie mehrfach OEMs dafür bezahlt zu haben, dass diese ihre auf AMD-Prozessoren basierenden Produkte später oder gar nicht auf den Markt bringen. Zudem soll Intel im Serverbereich strategisch wichtigen Kunden seine Prozessoren im Durchschnitt unterhalb der Kosten verkauft haben.
Die anstehende Entscheidung in dem Verfahren sei sehr komplex und lang, heißt es beim Wall Street Journal weiter, da sich die Kommission rechtlich möglichst stark absichern will. Schließlich drohe Intel eine der höchsten Strafen, die die europäischen Wettbewerbshüter bislang verhängt hätten. Nach europäischem Recht kann Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes eine Strafe von maximal 10 Prozent des jährlichen Umsatzes verhängen, der bei Intel 2008 bei rund 38 Milliarden US-Dollar lag.
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