Abo
  • Services:

Frankreich: Kündigung nach Kritik an Internetsperren

Webdesigner verliert seinen Job bei TF1

Das französische Gesetz über Internetsperren bei Urheberrechtsverletzungen ist noch nicht in Kraft, da gibt es schon ein erstes Opfer. Dem Webdesigner Jérôme Bourreau-Guggenheim wurde nach privater Kritik an dem Gesetzentwurf von seinem Arbeitgeber TF1 gekündigt.

Artikel veröffentlicht am ,

Kritik ist in Frankreich gefährlich, wenn es um das Urheberrecht geht. Das musste der Webdesigner Jérôme Bourreau-Guggenheim jetzt am eigenen Leib erfahren. Bourreau-Guggenheim verlor seinen Arbeitsplatz, nachdem er sich als Bürger über das Gesetz für Internetsperren (Loi Hadopi) kritisch geäußert hatte. Die Umstände der Kündigung haben dem Fall große Aufmerksamkeit in der Presse verschafft. Die Tageszeitung Libération machte die Vorgänge kürzlich publik.

Stellenmarkt
  1. EOS GmbH Electro Optical Systems, Krailling
  2. SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH, Unterensingen

Der Libération zufolge hatte sich Bourreau-Guggenheim Mitte Februar 2009 per E-Mail privat an seine Abgeordnete Françoise de Panafieu gewandt und den Gesetzentwurf zum Loi Hadopi kritisiert. Zwei Monate später wurde er zu seinem Vorgesetzten ins Büro gerufen. Dieser las ihm den Text der E-Mail an die Abgeordnete Wort für Wort vor und teilte ihm dann mit, dass er gekündigt sei.

Panafieu hatte die E-Mail an das für das Loi Hadopi zuständige Kulturministerium weitergeleitet. Von dort aus ging sie wiederum an die Senderkette TF1, bei der Bourreau-Guggenheim arbeitete. So kam es zur Kündigung. Das Ministerium erklärte, von dem Vorgang außerordentlich überrascht zu sein.

Die Fernsehsenderkette TF1 gehört einem Konsortium um den Milliardär Martin Bouygues, den Forbes zusammen mit seiner Familie zu den 300 Reichsten in der Welt zählt. Bouygues ist Pate des Sohnes von Präsident Nicolas Sarkozy. Das Loi Hadopi wird von Präsident Nicolas Sarkozy energisch befürwortet und vorangetrieben. [von Robert A. Gehring]



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,99€
  2. über ARD Mediathek kostenlos streamen

Andrea Schumacher 22. Mai 2009

Und so wird der Grundsatz der Meinungsfreiheit mal wieder mit Meinungsintoleranz...

dthkgh 12. Mai 2009

FULL ACK!!

Lain 11. Mai 2009

Nicht nur TF1, auch fast alle anderen Fernsehsender werden im Prinzip von der Regierung...

troshka 11. Mai 2009

...und du leidest unter Massenmedien, man kann dir nicht mehr helfen.

Kurt Walch 11. Mai 2009

Das Thema "Internetsperren" wird auch dort seit kurzem diskutiert: http://www.indal.de...


Folgen Sie uns
       


Xbox Adaptive Controller (Herstellervideo)

Der adaptive Controller von Microsoft hilft Menschen mit Behinderung beim Spielen.

Xbox Adaptive Controller (Herstellervideo) Video aufrufen
Highend-PC-Streaming: Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
Highend-PC-Streaming
Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren

Geforce GTX 1080, 12 GByte RAM und ein Xeon-Prozessor: Ab 30 Euro im Monat bietet ein Startup einen vollwertigen Windows-10-Rechner im Stream. Der Zugriff auf Daten, Anwendungen und Games soll auch unterwegs mit dem Smartphone funktionieren.
Von Peter Steinlechner

  1. Golem.de-Livestream Halbgott oder Despot?
  2. Rundfunk Medienanstalten wollen Bild Livestreaming-Formate untersagen
  3. Illegale Kopien Deutsche Nutzer pfeifen weiter auf das Urheberrecht

Recycling: Die Plastikwaschmaschine
Recycling
Die Plastikwaschmaschine

Seit Kurzem importiert China kaum noch Müll aus dem Ausland. Damit hat Deutschland ein Problem. Wohin mit all dem Kunststoffabfall? Michael Hofmann will die Lösung kennen: Er bietet eine Technologie an, die den Abfall in Wertstoff verwandelt.
Ein Bericht von Daniel Hautmann


    Projektoren im Vergleichstest: 4K-Beamer für unter 2K Euro
    Projektoren im Vergleichstest
    4K-Beamer für unter 2K Euro

    Bildschirme mit UHD- und 4K-Auflösung sind in den vergangenen Jahren immer preiswerter geworden. Seit 2017 gibt es den Trend zu hoher Pixelzahl und niedrigem Preis auch bei Projektoren. Wir haben vier von ihnen getestet und stellen am Ende die Sinnfrage.
    Ein Test von Martin Wolf

    1. Sony MP-CD1 Taschenbeamer mit Akku und USB-C-Stromversorgung
    2. Mirraviz Multiview Splitscreen-Games spielen ohne die Möglichkeit, zu schummeln
    3. Sony LSPX-A1 30.000-Dollar-Beamer strahlt 80 Zoll aus 0 cm Entfernung

      •  /