Telekom: Anti-Spionage-Team muss zu Hause bleiben

Group Business Security übernimmt keine externen Aufträge mehr

Die Deutsche Telekom wird ihre hochangesehene Group Business Security, die illegale Abhörinstallationen aufspürt, nicht mehr extern einsetzen. Spitzelaffäre und Datenschutzpannen im eigenen Haus machten auswärtige Einsätze des Abhörschutzes mit seinen rund 360 Mitarbeitern zu riskant.

Artikel veröffentlicht am ,

Große Unternehmen in Deutschland können bei der Spionageabwehr nicht mehr auf die Hilfe einer Spezialabteilung der Telekom mit Sitz in Darmstadt rechnen. Die 360 Experten der Group Business Security, die mit Spürgeräten illegale Abhöreinrichtungen in Gebäuden und Kommunikationsnetze aufspürt, wird künftig nur noch intern eingesetzt. Das berichtet die Wirtschaftswoche.

Das Team hat in der Spionageabwehr und beim Abhörschutz hohes Ansehen, weil die Experten die Tricks ausländischer Geheimdienste kennen und offenbar gute Verbindungen zu den Geheimdiensten Verfassungsschutz (Inland) und Bundesnachrichtendienst (Ausland) haben. Alle BGS-Mitarbeiter müssen staatliche Sicherheitsüberprüfungen bestehen. Die Abteilung TES (Technical Security Services) der Group Business Security erledigt Aufträge in den Themenfeldern Penetrationstests von Systemen und Anwendungen, Netzwerkkonfigurationstests und Lauschabwehr.

Nachdem bekannt wurde, dass der Bonner Konzern seine eigenen Mitarbeiter illegal bespitzelt hat, wies Vorstandschef René Obermann die Group Business Security an, keine externen Aufträge mehr anzunehmen. Nun arbeitet das Team nur noch konzernintern im Inland und dehnt die konzerneigenen Sicherheitslevel auf alle ausländischen Telekom-Töchter aus.

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Youssarian 11. Mai 2009

Dass die GBS ein "Verein" ist, der illegale Abhör- maßnahmen aufspürt und beendet, hast...

Youssarian 11. Mai 2009

Oder. Es gibt keine verbotenen Tools.

StaatimStaat 10. Mai 2009

Ich glaube damit sind nur Firmen gemeint. Ich glaube das staatliche Einrichtungen und...

linveggie 10. Mai 2009

Dadurch haben die Miarbeiter nicht genug zu tun. Entweder werden Mitarbeiter entlassen...



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