Das Twitter-Barometer
Die Aussagekraft des Stimmungsbildes ist fraglich. Repräsentativen Charakter hat das Ganze jedenfalls (noch) nicht. Bisher gebe es erst "mehrere hundert Leute, die mitmachen", sagt Lobo, hofft aber auf mehr. Die Seite sei immerhin erst wenige Tage aktiv, müsse sich erstmal "rumsprechen".
Problematisch bei Wahlgetwitter ist auch die Möglichkeit zur unbegrenzten Teilnahme: Jeder Twitter-Nutzer kann so oft stimmen, wie er mag. Das hat etwa der Partei Die Linke am Donnerstag den Spitzenplatz im Plusbereich beschert. "Wir haben ein kleines Problem mit einem Spammer, der alle paar Minuten für die Linke stimmt", räumt Lobo ein, versichert aber, es werde in den kommenden Tagen nachgebessert.
Vom Nutzwert seiner Seite ist er überzeugt: "In diesem Jahr wird die Stimmung im Netz als wichtig wahrgenommen." Spätestens seit der erfolgreichen Onlinekampagne von US-Präsident Barack Obama wissen auch deutsche Politiker: Mit Blogs, sozialen Netzwerken, Youtube und Twitter können Wähler erreicht werden, die auf die konventionelle Parteiwerbung nicht reagieren.
"Auf Twitter sind diejenigen unterwegs, die viel im Netz kommunizieren", sagt Lobo. Diese Multiplikatoren hätten einen entscheidenden Einfluss auf die politische Meinung von anderen Nutzern. Auch auf die von Politikern, hofft Lobo, der die SPD in Internetfragen berät. "Viele aus den Parteien gucken da schon drauf und machen sich Gedanken darüber, warum sie gut oder schlecht ankommen."
Grund dazu hatte am Montagnachmittag die CDU. Nach den Twitter-Aufrufen für die Onlinepetition gegen von der Leyens Internetsperren erhielt die Partei in wenigen Stunden fast 2.000 "Minus"-Stimmen. [von Silke Katenkamp, Zeit Online]
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Sorry, du bist einfach ein Vollpfosten: ich kenne Sascha Lobo und seine Ansichten sehr...
kwt
Wenn du nach http sucht kein Wunder, jeder Spambot bringt tausende von URLs in der Minute...
Statistiken ohne Rechts sind wertlos. Dieses krampfhafte Ausgeklammer der Rechten in...