Microsoft lässt die Anwender Straßenzüge fotografieren

Microsoft setzt mit Photosynth auf die Internetgemeinde

Microsoft hat sein Bilderwolkenprogramm Photosynth in seinen Kartendienst Virtual Earth integriert. Während Microsoft auf seine Benutzer setzt, lässt Google lieber eigene Kameraautos durch die Straßen fahren, um Fotoaufnahmen zu erzeugen. Nun können Unternehmen von Microsofts Kartendienst profitieren.

Artikel veröffentlicht am ,

Mit Photosynth können aus einzelnen Standbildern dreidimensionale und begehbare Abbildungen erzeugt werden. Der Fotograf füttert Photosynth dazu mit mehreren Fotos, die das gleiche Motiv zeigen. Das Programm versucht, die Aufnahmestandpunkte nachzuberechnen und die Bilder räumlich passend anzuordnen.

Im zusammengesetzten Bild, dem "Synth", kann sich der Betrachter mit Steuerelementen bewegen, Details vergrößern oder eine Gesamtansicht betrachten. In Verbindung mit Visual Earth ergibt sich eine interessante Anwendung für Hobbyfotografen, aber auch für gewerbliche Anwender. Sie können ihre Aufnahmen auf der Landkarte dort positionieren, wo sie entstanden. Der Browser benötigt das Plug-in Silverlight, um die Bilder darzustellen. Bislang hatte Microsoft auf ein anderes Plug-in gesetzt, das es im Gegensatz zu Silverlight nicht für den Mac gab.

Auf Google Maps gibt es zwar ebenfalls die Möglichkeit, Aufnahmestandorte und die dazugehörigen Bilder auf der Landkarte zu fixieren, doch diese sind zweidimensional.

Zur Darstellung eines Synth sind nach Angaben von Microsoft zwischen 20 und 300 Fotos nötig. Sinnvollerweise überschneiden sich die Aufnahmen, um eine virtuelle Begehung zu erlauben. Unternehmen bietet Microsoft nun auch ein kostenpflichtiges Zuhause auf Visual-Earth an, das nicht nur Gebäudeaufnahmen, sondern auch Werbeschilder und hervorgehobene Fotos beinhaltet. Die Karten können gegen Bezahlung auch in kommerzielle Anwendungen übernommen werden.

Als besonderes Bonbon hat die NASA Bildmaterial der Internationalen Raumstation ISS als Photosynth zusammengestellt.

Googles Konkurrenzprodukt "Street View" wird mit Kamerawagen erzeugt, die jeden Straßenzug aus mehreren Perspektiven fotografieren. Aus Millionen einzelner Fotos werden so Kamerafahrten erzeugt, die eine visuelle Autofahrt vom Browser aus ermöglichen. Google kam deshalb ins Visier von Datenschützern, die die Privatsphäre von Hausbesitzern, Autofahrern und Passanten gefährdet sehen.

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Basileus 12. Mai 2009

Dann installier es nicht und nutze den Dienst nicht, aber jammer nicht rum...

Basileus 12. Mai 2009

Mein Gott, wenn du eine Xbox hast kannst du auch keine PS3 Games darauf spielen... Wenn...

doob 09. Mai 2009

wenn man sich in der ISS umkuckt, bspw. dem japanischen modul "kibo", dann erkennt man...

mw88 09. Mai 2009

Sehr schön, danke



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