• IT-Karriere:
  • Services:

WiGig: Kurzstreckenfunk mit mehreren GBit/s soll 2010 kommen

Neues Konsortium für Datenfunk im 60-GHz-Band

In der "Wireless Gigabit Alliance" haben sich 17 IT-Unternehmen zusammengeschlossen. Das Konsortium will 2010 eine Spezifikation vorlegen, nach der sich auf Strecken von einigen Metern 1 Gigabit pro Sekunde drahtlos übertragen lässt. Gedacht ist das Verfahren vor allem für Heimvernetzung.

Artikel veröffentlicht am ,

Zu der neuen Allianz, die sich kurz WiGig nennt, zählen sowohl Chiphersteller als auch Anbieter von PCs, Handys und Software. Unter den Halbleiterherstellern sind mit Atheros, Broadcom, Intel, Marvell, MediaTek, NEC, Nokia, Realtek, Samsung und STMicroelectronics fast alle maßgeblichen Hersteller von Ethernet- und WLAN-Bausteinen vertreten. Mit Dell und Microsoft finden sich in der Liste der beigetretenen Unternehmen zwei weitere Schwergewichte, und LG, Nokia und Samsung stellen einen Großteil des Handymarktes dar.

Stellenmarkt
  1. sepp.med gmbh, Röttenbach
  2. Bundeskriminalamt Wiesbaden, Meckenheim

Die insgesamt 17 Unterstützer von WiGig wollen im vierten Quartal 2009 den ersten Entwurf einer Spezifikation vorlegen, welche den Datenfunk im Frequenzband um 60 Gigahertz vereinheitlicht. Geräte, die WiGig unterstützen, werden mit einem entsprechenden Logo versehen und sollen mindestens 1 GBit/s erreichen, manche auch bis zu 6 GBit/s, verspricht das Konsortium auf seiner Webseite.

Möglich wird die hohe Datenrate durch das breite Frequenzband von rund 7 GHz, das für WiGig zur Verfügung steht. Bei WLAN im 2,4-GHz- oder 5-GHz-Band sind es jeweils unter 100 MHz. Je nach Land ist das nutzbare Spektrum unterschiedlich breit, in den USA beispielsweise sind die Frequenzen von 57 bis 64 GHz frei verfügbar, in Japan dagegen 59 bis 66 GHz.

Seit mehr als drei Jahren arbeiten mehrere Unternehmen an einer Nutzung des 60-GHz-Bandes. IBM hatte bereits Anfang 2006 einen Prototypen vorgestellt. Das Unternehmen fehlt bisher aber aus unbekannten Gründen in der Liste der WiGig-Unterstützer. Ende 2007 hatte IBM dann zusammen mit MediaTek ein Modul der nach der ungefähren Wellenlänge "mmWave" genannten Technik für Funkübertragungen demonstriert, das für Heimvernetzung gedacht ist.

Die Verbindung von Mediengeräten im Haushalt sieht auch die WiGig als bevorzugten Einsatzbereich für die neue Technik. Das von IBM vorgeschlagene Konzept sah dafür in jedem Raum mehrere Sender vor, ähnlich den Access-Points eines WLAN. Das Hauptproblem der 60-GHz-Technik ist nämlich, dass die hohen Datenraten nur bei direkter Sichtverbindung zustande kommen und keine Gegenstände oder gar Wände im Weg sein dürfen. Wie diese Schwierigkeiten umgangen und wie beispielsweise die Sender untereinander verbunden werden sollen, hat das WiGig-Konsortium noch nicht erklärt.

Neben den technischen Hürden konkurriert WiGig, für das erste Geräte frühestens 2010 erwartet werden, auch mit WLAN und Wireless USB. Während sich das WLAN mit der nächsten Generation von Access-Points und Routern mit mehreren MIMO-Antennen auf immerhin 600 MBit/s aufbohren lässt, erreicht Wireless USB derzeit 480 MBit/s, soll aber bald doppelt so schnell werden. Drahtlose USB-Geräte sind zudem schon verfügbar, werden bisher aber am Markt nur zögerlich angenommen.

Bei WiGig ist zudem noch nicht klar, auf welchen Softwareunterbau das Verfahren setzen will. Sowohl drahtloses USB als auch WLAN bieten sich dafür an, auch um die Vermarktung zu erleichtern, da keine völlig neue Technik beworben werden muss.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 419,00€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. Asus Rog Strix X570-F + Ryzen 7 3700X für 555,00€, Asus Tuf B450-Plus + Ryzen 7 2700 für...

davepermen 14. Mai 2009

Nicht jeder verwendet sein Netz nur zum surfen. Ich z.b. hab einen Windows Home Server...

DerMitDemTonTanzt 09. Mai 2009

Petition ist in Arbeit und müsste nächste Woche eingereicht. Die Idee hatten wir schon...

klingt komisch 08. Mai 2009

"Gedacht ist das Verfahren vor allem im Bereich der Heimvernetzung" ?

Schelm 08. Mai 2009

Dreh doch einfach die Sicherung für die Wohnung raus. Dann gibt's auch keine Elektrosmog...

tium will 2010... 07. Mai 2009

kt


Folgen Sie uns
       


Tolino Vision 5 HD und Epos 2 im Hands On

Tolino zeigt mit Vision 5 HD und Epos 2 zwei neue Oberklasse-E-Book-Reader. Der Epos 2 kann durch ein besonders dünnes Display begeistern.

Tolino Vision 5 HD und Epos 2 im Hands On Video aufrufen
DSGVO: Kommunen verschlüsseln fast nur mit De-Mail
DSGVO
Kommunen verschlüsseln fast nur mit De-Mail

Die Kommunen tun sich weiter schwer mit der Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung. Manche verstehen unter Daten-Verschlüsselung einen abschließbaren Raum für Datenträger.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Datenschmuggel US-Gericht schränkt Durchsuchungen elektronischer Geräte ein
  2. Digitale Versorgung Viel Kritik an zentraler Sammlung von Patientendaten
  3. Datenschutz Zahl der Behördenzugriffe auf Konten steigt

Bosch-Parkplatzsensor im Test: Ein Knöllchen von LoRa
Bosch-Parkplatzsensor im Test
Ein Knöllchen von LoRa

Immer häufiger übernehmen Sensoren die Überwachung von Parkplätzen. Doch wie zuverlässig ist die Technik auf Basis von LoRa inzwischen? Golem.de hat einen Sensor von Bosch getestet und erläutert die Unterschiede zum Parking Pilot von Smart City System.
Ein Test von Friedhelm Greis

  1. Automated Valet Parking Daimler und Bosch dürfen autonom parken
  2. Enhanced Summon Teslas sollen künftig ausparken und vorfahren

ZFS erklärt: Ein Dateisystem, alle Funktionen
ZFS erklärt
Ein Dateisystem, alle Funktionen

Um für möglichst redundante und sichere Daten zu sorgen, ist längst keine teure Hardware mehr nötig. Ein Grund dafür ist das Dateisystem ZFS. Es bietet Snapshots, sichere Checksummen, eigene Raid-Level und andere sinnvolle Funktionen - kann aber zu Anfang überfordern.
Von Oliver Nickel

  1. Dateisystem OpenZFS soll einheitliches Repository bekommen
  2. Dateisystem ZFS on Linux unterstützt native Verschlüsselung

    •  /