1.500 betriebsbedingte Kündigungen bei T-Systems
Die Deutsche Telekom hat in den ersten drei Monaten des Jahres 2009 einen Milliardenverlust verzeichnet. Der Konzernverlust betrug 1,1 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 0,9 Milliarden Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Der Einbruch ist Abschreibungen auf T-Mobile UK in Höhe von 1,8 Milliarden Euro geschuldet. Der Wertverlust spiegele "die starke Konjunkturabkühlung und den verschärften Wettbewerb in Großbritannien wider" , gab das Unternehmen bekannt. In Großbritannien erwartet die Wirtschaftspresse(öffnet im neuen Fenster) , dass die Telekom die britische Landestochter verkaufen wird. Auch die Mobilfunktöchter in den USA und Polen bereiteten dem deutschen Konzern Probleme. Hier belasteten zusätzlich zur Weltwirtschaftskrise starke Wechselkursschwankungen das Ergebnis. Weiter positiv entwickelt sich das Datengeschäft beim Mobilfunk. In Europa ist der Umsatz in diesem Bereich um mehr als 40 Prozent auf 432 Millionen Euro gestiegen.
Ohne die Abschreibung lag der Konzernüberschuss bei 0,7 Milliarden Euro, ein Rückgang um 12,7 Prozent. Die Telekom hatte bereits am 24. April 2009 ihre Prognose für das gesamte Geschäftsjahr gesenkt.
Im ersten Quartal erzielte die Deutsche Telekom einen Umsatz von 15,9 Milliarden Euro, 6,2 Prozent mehr als im ersten Quartal 2008. Der Zuwachs wurde aber nicht organisch, sondern hauptsächlich durch die Integration des griechischen Festnetz- und Mobilfunkbetreibers OTE in die Bilanzen des Bonner Konzerns erzielt. Im Deutschlandgeschäft ging der Umsatz bei T-Home um 5,7 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro zurück. Das EBITDA sank um 2,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. "Die Zahlen, die wir heute vorlegen, zeigen ein gemischtes Bild. Trotz schwierigen Umfelds auf einigen Märkten stehen wir vergleichsweise stabil da" , erklärte der Vorstandsvorsitzende René Obermann.
Der internationale Umsatz der T-Systems stieg um 6,4 Prozent. Der Auftragseingang lag im ersten Quartal aber um 14,7 Prozent unter dem Vorjahresquartal. Laut Financial Times Deutschland soll es in dem Konzernbereich erstmals betriebsbedingte Kündigungen im großen Stil geben. 2009 sollen bei T-Systems(öffnet im neuen Fenster) in Deutschland über 3.000 Stellen wegfallen, 1.500 der Betroffenen müssen mit betriebsbedingten Kündigungen rechnen, heißt es aus Unternehmenskreisen.



