3D Realms ist pleite - Duke Nukem Forever ist tot

"Hier geht es nicht um Marketing. Es stimmt. Derzeit habe ich weiter nichts dazu zu sagen" ( "It's not a marketing thing. It's true. I have nothing further to say at this time" ), kommentiert Joe Siegler(öffnet im neuen Fenster) , Mitarbeiter von 3D-Realms, im Forum des Entwicklers abschließend Berichte in der amerikanischen Fachpresse, die immer konkreter wurden. Sein Arbeitgeber ist allem Anschein nach pleite - und das bedeutet nach aktuellem Stand auch das Ende für das zuletzt nur noch als Vaporware-Erfolg und längster Witz der Spielegeschichte bespöttelte Duke Nukem Forever .
Konkrete Gründe sind unbekannt, US-Medien vermuten, dass dem Studio auch als Folge der Finanzkrise das Geld ausgegangen ist. Entwicklungschef George Broussard hatte erst vor wenigen Tagen auf Twitter geschrieben, bei der Produktion von Duke Nukem Forever sei ein wichtiger Meilenstein erreicht worden. Angeblich sind die Mitarbeiter von 3D Realms bereits entlassen.
Nicht betroffen von der Studioschließung ist angeblich die eng mit 3D Realms verbundene Firma Apogee. Die lässt derzeit mit Deep Silver - einer Marke des deutschen Publishers Koch Media - beim Entwicklerteam Frontline Games das Handheldspiel Duke Nukem Trilogy entwickeln.
Duke Nukem Forever befand sich offiziell seit Mitte 1997 in der Entwicklung - länger als jedes andere Spiel. Gründe für die lange Produktionszeit waren unter anderem mehrere Wechsel der Grafik-Engine und interne Probleme des Teams. Was allerdings genau hinter den Kulissen bei 3D Realms vor sich ging, drang nie an die Öffentlichkeit. Insbesondere George Broussard gab in all den Jahren fast ausschließlich kurze, teils kryptische Statements zum Entwicklungsstand von sich. Das Spiel wurde mehrfach von Wired mit dem Vaporware-Award ausgezeichnet - einer zweifelhaften Ehrung für Produkte, die trotz Ankündigungen der Hersteller nicht auf den Markt kommen.
Zumindest theoretisch gibt es noch die Möglichkeit, dass irgendwann ein Spiel mit dem Titel Duke Nukem Forever auf den Markt kommt. Dazu müsste ein Entwicklerstudio oder ein Publisher die Rechte am Programm und am Markennamen kaufen; die Vertriebsrechte besitzt Take 2.



