Abo
  • Services:

Schwarmhubschrauber als Retter in der Not

Fraunhofer-Forscher entwickeln Steuersystem für Flugroboterschwarm

Wissenschaftler am Fraunhofer Institut für Informations- und Datenverarbeitung haben ein Steuersystem für einen Schwarm von unbemannten Flugobjekten entwickelt. Die Flugroboter sollen selbstständig in Katastrophengebieten agieren und mithilfe des Softwaresystems ihre Aktionen miteinander abstimmen.

Artikel veröffentlicht am ,

Nach einem Erdbeben oder einer Überschwemmung sind die Rettungskräfte darauf angewiesen, möglichst schnell Informationen darüber zu bekommen, wo Menschen ihre Hilfe brauchen. Das gilt vor allem für einsturzgefährdete Häuser, in denen sich die Retter selbst in Gefahr bringen würden. Geht es nach den Wissenschaftlern des Fraunhofer Instituts für Informations- und Datenverarbeitung (IITB) in Karlsruhe, werden kleine, autonom agierende Hubschrauber diese gefährliche Arbeit übernehmen.

Diese Flugroboter sollen künftig als Schwarm auftreten (Foto: Fraunhofer IITB).
Diese Flugroboter sollen künftig als Schwarm auftreten (Foto: Fraunhofer IITB).
Stellenmarkt
  1. Controlware GmbH, Meerbusch bei Düsseldorf
  2. BWI GmbH, Bonn, Strausberg, Wilhelmshaven, München

Bei den unbemannten Flugobjekten (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) handelt es sich um etwa einen Meter große viermotorige Hubschrauber, sogenannte Quadrocopter, die wendig genug sein sollen, dass sie auch in eingestürzten Gebäuden manövrieren können. Sie sind mit einer Reihe von Sensoren ausgestattet, um Daten zu sammeln. Dazu gehören Infrarot- und normale Kameras, verschiedene Messgeräte sowie Sensoren, die Schadstoffe erkennen. Um möglichst effizient zu sein, sollen die Quadrocopter gleich als Schwarm auftreten. Die Forscher am Fraunhofer IITB haben eine Steuersoftware für den UAV-Schwarm entwickelt.

Das System besteht aus Modulen, sogenannten Softwareagenten. Jeder Agent steuert einen UAV. Während des Einsatzes übermitteln die Flugroboter ständig Daten, die die Agenten auswerten. Die Agenten kommunizieren ständig miteinander und koordinieren so die Aktionen der einzelnen UAVs, sagt Projektleiter Axel Bürkle. "So kann beispielsweise ein Gerät sehr nah an eine Person heranfliegen, um die Schwere der Verletzungen festzustellen, während ein anderes den schnellsten Weg für die Bergung sucht." Das System sei auch lernfähig, so die Wissenschaftler. Das bedeutet, die Agenten speichern die Abläufe von bestimmten Aktionen und können so beim nächsten Einsatz noch schneller reagieren.

Derzeit testen die Karlsruher Forscher ihr System an Hand von Simulationen für verschiedene Einsatzzwecke. Dazu gehören neben Katastropheneinsätzen auch alltägliche Aufgaben wie etwa die Überwachung von Gebäuden oder Grundstücken. Sie gehen davon aus, dass die UAV-Schwärme in etwa einem Jahr eingesetzt werden können.

Die Idee hinter der Schwarmrobotik ist, statt eines einzigen komplexen Roboters viele kleinere und weniger komplexe Systeme einzusetzen, die wie Ameisen als Schwarm agieren und so sehr leistungsfähig sein können. Die Herausforderung für die Entwickler auf diesem Gebiet ist, ein Steuersystem zu schaffen, das in der Lage ist, die einzelnen Roboter auf der Basis situationsbezogener Kommunikation zu koordinieren.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 75,62€ (Vergleichspreis 82,89€)
  2. 46,69€ (Vergleichspreis ca. 75€)
  3. 36,12€ (Vergleichspreis 42,90€)
  4. (u. a. Xbox Live Gold 12 Monate für 38,49€ und Monster Hunter World Deluxe Edition für 48,49€)

wsw 07. Mai 2009

Ein Ionenantrieb? Funktioniert toll im Weltall aber ganz sicher nicht auf der Erde...

wsw 07. Mai 2009

Der Mensch wird immer Krieg führen, das ist sein Wesen. Es wird mit dem Homosapiens...

Crichton 07. Mai 2009

Schon Mal jemand "Prey" von Michael Crichton gelesen? Das klingt verdammt ähnlich, und...

MottoOtto 07. Mai 2009

Mit 26 Jahren sagt er anderen "junger Mann"... Lasst den Troll in Ruhe das bringt doch nix!

IhrName9999 07. Mai 2009

<°)))o><


Folgen Sie uns
       


Chuwi Higame im Test

Auf Indiegogo hat das Chuwi Higame bereits mehr als 400.000 US-Dollar erhalten. Der Mini-PC hat dank Kaby Lake G auch das Potenzial zu einem kleinen Multimediawürfel. Allerdings nerven die Lautstärke und ein paar Treiberprobleme.

Chuwi Higame im Test Video aufrufen
Energietechnik: Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus
Energietechnik
Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus

Ein Akku mit der Energiekapazität eines Benzintanks würde viele Probleme lösen. In der Theorie ist das möglich. In der Praxis ist noch viel Arbeit nötig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos CDU will Bau von Akkuzellenfabriken subventionieren
  2. Brine4Power EWE will Strom unter der Erde speichern
  3. Forschung Akku für Elektroautos macht es sich im Winter warm

Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

Elektroroller-Verleih Coup: Zum Laden in den Keller gehen
Elektroroller-Verleih Coup
Zum Laden in den Keller gehen

Wie hält man eine Flotte mit 1.000 elektrischen Rollern am Laufen? Die Bosch-Tochter Coup hat in Berlin einen Blick hinter die Kulissen der Sharing-Wirtschaft gewährt.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Neue Technik Bosch verkündet Durchbruch für saubereren Diesel
  2. Halbleiterwerk Bosch beginnt Bau neuer 300-mm-Fab in Dresden
  3. Zu hohe Investionen Bosch baut keine eigenen Batteriezellen

    •  /