Richard Garriott will 24 Millionen Dollar von NC Soft (Upd.)

"Lord British" verklagt das Unternehmen, das sein Bruder Robert leitet

Der als "Lord British" bekanntgewordene Spieldesigner und Hobbyastronaut Richard Garriott verklagt seinen ehemaligen Arbeitgeber NC Soft auf 24 Millionen US-Dollar. Es geht um Schadenersatz und Unterschlagung. Indirekt mit angeklagt ist der Bruder von Richard Garriott.

Artikel veröffentlicht am ,

Richard Garriott
Richard Garriott
Richard Garriott hatte bis November 2008 bei der Weiterentwicklung des von ihm mitgeschaffenen Onlinerollenspiels Tabula Rasa geholfen, dann das Projekt aber verlassen. Rund drei Monate später stellte Publisher und Betreiber NC Soft den Titel ein. Jetzt verklagt Garriott seinen ehemaligen Arbeitgeber auf 24 Millionen US-Dollar. In der vor einem Gericht in Texas eingereichten Klage muss Richter Sam Sparks über Schadenersatz und Unterschlagung urteilen. Details sind nicht bekannt. Pikant: Robert Garriott, der Bruder von Richard, ist Chef der amerikanischen Niederlassung von NC Soft.

Spieldesigner Richard Garriott ist eine der schillerndsten Figuren der Spielebranche. Er hat die stilbildende Rollenspielreihe Ultima erfunden und mit Ultima Online das Genre der Massively Multiplayer Online Role Playing Games (MMORPG) geprägt. In seinen Spielen taucht er selbst unter dem Pseudonym "Lord British" auf. 2008 war er als sechster privat zahlender Hobbyastronaut im Weltraum und besuchte die Raumstation ISS. Den Ausflug ins All nutzte Garriott auch zur Werbung für Tabula Rasa.

Nachtrag vom 6. Mai 2009 um 16.15:

Inzwischen sind weitere Details über den Fall bekannt geworden. Laut der Klageschrift von Richard Garriott habe die Art der Auflösung des Arbeitsvertrags zwischen ihm und NC Soft dazu geführt, dass Garriott seine Aktienoptionen - Zitat: "worth tens of millions of dollars" - an NC Soft zu einem extrem ungünstigen Zeitpunkt und aufgrund der Finanzkrise zu einem besonders niedrigen Kurs verkauft habe.

Auslöser sei gewesen, dass NC Soft dem Stardesigner gekündigt habe - in der Öffentlichkeit hatten allerdings beide den Eindruck erweckt, Garriott gehe freiwillig. NC Soft habe allerdings auch intern und anschließend im Umgang mit Garriott so gehandelt, als ob die Trennung freiwillig gewesen sei. Im Falle einer Kündigung hätte Garriott die Optionen noch bis 2011 behalten und eine Erholung der Kurse abwarten können. Im Falle der freiwilligen Trennung aber musste Garriott sich innerhalb von 90 Tagen von den Optionen trennen - sonst wäre er Gefahr gelaufen, sie ganz zu verlieren. Weil er sich unter Druck gesetzt gefühlt habe, habe Garriott sich Februar 2009 von den Aktienoptionen getrennt.

Eine Kopie der Klageschrift von Garriott ist mittlerweile unter diesem Link im Internet aufgetaucht. Darin stehen weitere Details, die mehr über die Sitten und Gebräuche der Spielebranche verraten. Außerdem ist dort zu lesen, wann und wo Garriott von seiner Kündigung erfahren habe: Als er sich nach seinem Ausflug ins All noch in russischer Quarantäne befand.

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Sargon von Thule 11. Feb 2010

jeder wird mal alt jeden packt mal das Schicksal, bei vielen habe ich den Eindruck das...

Hotohori 07. Mai 2009

Tjo, nach dem News Update sollte vielleicht auch dir mal klar sein wieso ich gesagt habe...

Hotohori 07. Mai 2009

Jo, ist immer das selbe, lauter Bild Leser hier. ;) Mit dem News Update ist ja nun klar...

Der Kaiser! 07. Mai 2009

Ist dem nicht bereits so? o.O



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