Apple lässt aktualisierte NIN-Applikation nicht zu
Trent Reznor wirft Apple Heuchelei vor
Trent Reznor ist sauer auf Apple: Das Unternehmen lässt die aktualisierte iPhone-Applikation seiner Band Nine Inch Nails nicht zu, weil darin ein Lied mit einem anstößigen Text enthalten sein soll. Der beanstandete Song ist jedoch seit längerem über iTunes erhältlich.
Apple weigert sich, die Aktualisierung der iPhone-Applikation der US-Band Nine Inch Nails (NIN) freizugeben. Grund sei, dass die neue Version gegen einen Passus des iPhone SDK Agreements verstoße, nach dem die über den App Store vertriebenen Applikationen keine anstößigen Inhalte beinhalten dürfen, schrieb ein Mitarbeiter des iPhone Developer Program in einer Mail, die NIN-Kopf Trent Reznor im Forum der NIN-Website veröffentlicht hat.
Konkret beanstandete Apple "The Downward Spiral". Was genau daran ungeeignet sei, sagte der Apple-Mitarbeiter nicht. Er forderte NIN lediglich auf, "die nötigen Änderungen an der Applikation so schnell wie möglich" durchzuführen.
Reznor reagierte verständnislos auf Apples Aufforderung. Das Album "The Downward Spiral" aus dem Jahr 1994 sei in der Applikation "Nine Inch Nails: Access" gar nicht drin. Es könne höchstens sein, dass der Titelsong, dessen Text das "F"-Wort enthält, in einem Podcast vorkomme.
Reznor kritisierte Apples Haltung. Diese sei die gleiche, über die er sich vor Jahren auch schon mit Wal-Mart gestritten habe. Die Einzelhandelskette verlange von Musikern, dass sie saubere Platten ablieferten. Ein Reihe von Bands, darunter Nirvana, habe Texte oder Plattencover umgestaltet, um bei Wal-Mart, über deren Filialen sehr viele Platten verkauft werden, vertreten zu sein. NIN weigere sich, diesem Ansinnen nachzukommen, und werde deshalb von Wal-Mart boykottiert.
Grundsätzlich habe er nichts dagegen, wenn ein Unternehmen keine anstößigen Waren verkaufen wolle, sagte Reznor. Allerdings solle es dann konsequent sein und nicht gegenüber dem Regal, in dem die NIN-Platten fehlen, Filme wie Scarface oder Spiele wie Grand Theft Auto anbieten, ereiferte sich Reznor.
Das gelte auch für Apple: Das Unternehmen verbiete die NIN-Applikation, weil möglicherweise ein Song darin sei, der ein böses Wort enthält, aber gleichzeitig werde das ganze Album über iTunes angeboten. Der Musiker forderte Apple deshalb auf, seine Regeln zu überdenken.
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Das Kranke an dieser Sache ist aber... würden die Eltern klagen könnten se xxx $ fordern...
Bist du jetzt irgendwie cool wenn du eiFön schreibst? Und btw... du musst dir kein iPhone...
Wie wärs mit Honigmelone?
... und Ostern zusammen. So muss sich die Golem-Redaktion fühlen. Gleich zwei Apple...