Constantin Film startet Kampf gegen Schwarzkopien
Abgemahnte sollen 800 Euro zahlen und Unterlassungserklärung abgeben
Constantin Film verschickt massenhaft Abmahnungen an private Filesharer im Internet und fordert 800 Euro Schadensersatz. Die Telekom und andere ISPs sollen anhand von IP-Adressen die Kundendaten herausgegeben haben.
Der Filmverleiher und -produzent Constantin Film zieht gegen Anbieter von Schwarzkopien ins Feld. Das Unternehmen verschickt seit kurzem Abmahnungen und verlangt Schadensersatz von rund 800 Euro. Das bestätigte Constantin-Film-Vorstandschef Bernhard Burgener der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der größte deutsche Filmproduzent (Der Baader Meinhof Komplex, Männersache) fordert die Abgemahnten auf, Unterlassungserklärungen abzugeben und einen Schadensersatz von 800 Euro zu zahlen. Wer die Unterschrift unter den Vertrag verweigert, wird mit einer Klage bedroht.
Constantin hat nach eigenen Angaben durch "einen technischen Dienstleister" 10.000 IP-Adressen identifiziert. Internet Service Provider wie die Deutsche Telekom hätten anhand derer die Daten von 500 Kunden ermittelt und herausgegeben, schreibt die FAZ.
"Es werden hauptsächlich private Filesharer abgemahnt", sagte Rechtsanwalt Christian Solmecke von der Kanzlei Wilde & Beuger Golem.de auf Anfrage. "Das ist bezogen auf die Filmindustrie neu. So etwas habe ich in den letzten zweieinhalb Jahren nicht erlebt", so Solmecke weiter.
Constantin-Film-Sprecherin Valeria Kurz bestätigte Golem.de, dass gegen private Uploader vorgegangen werde. Bisher habe die Firma zwei Unterlassungserklärungen zurückerhalten.
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