Drogenbericht: 3 bis 7 Prozent der Internetnutzer "süchtig"
Nach verschiedenen Studien gälten derzeit 3 bis 7 Prozent der Internetnutzer als onlinesüchtig, ebenso viele seien stark suchtgefährdet. Im Mittelpunkt stehe die "ausufernde Teilnahme an Onlinespielen oder Chats ebenso wie der übermäßige Konsum sexueller Inhalte" . Onlinesüchtige verbrächten im Extremfall nahezu ihre gesamte Zeit – zehn bis 18 Stunden pro Tag – mit Computerspielen.
Der Drogenbericht weist darauf hin, dass Onlinesucht bisher noch nicht ausreichend wissenschaftlich untersucht ist. Derzeit laufe im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit eine Studie mit dem Titel "Beratungs- und Behandlungsangebote zum pathologischen Internetgebrauch in Deutschland". Teilergebnisse sollen 2009, ein Abschlussbericht 2010 vorgelegt werden. Ein Modellprojekt, die Ambulanz für Spielsucht an der Gutenberg-Universität in Mainz mit einem Beratungs- und Therapieangebot, werde viel genutzt. Insgesamt hätten seit März 2008 rund 300 Menschen die Ambulanz mit einem Hilfegesuch kontaktiert, mehr als 50 Patienten konnten bisher im ambulanten Gruppen- und einzeltherapeutischen Setting versorgt werden.
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