• IT-Karriere:
  • Services:

Xbox als Datenversteck für Kriminelle

Auf dem Weg zum Forensic OS

In der Strafverfolgung wird auch das Untersuchen von Spielekonsolen immer wichtiger. Mit einer neuen Software kann die Polizei versteckte Dateien auf Xbox-Festplatten aufspüren.

Artikel veröffentlicht am ,

Der US-Informatiker und Forensik-Experte David Collins von der Sam Houston State University sucht Wege, um versteckte Daten auf der Xbox, anderen Spielekonsolen und in PDAs zu finden. Laut einer Mitteilung der Universität verstecken Kriminelle oft unerlaubte oder belastende Daten in der ersten Xbox-Generation. Das geschehe in der Hoffnung, eine Spielekonsole werde nicht als Beweismittel gesehen, zumal wenn sich ein PC in den gleichen Räumlichkeiten befindet.

Stellenmarkt
  1. Hannover Rück SE, Hannover
  2. über duerenhoff GmbH, Münster

Mit einer von Collins entwickelten Forensik-Software sollen Polizei und andere Ermittler die Inhalte einer Xbox-Festplatte leicht untersuchen können. Collins' XFT-Utility ermöglicht es, ein Abbild einer Xbox-Festplatte zu erstellen und darauf trotz des proprietären FATX-Dateisystem zuzugreifen, so dass die Verzeichnisstruktur des Datenträgers untersucht werden kann.

"Sobald das Xbox-Dateisystem gemountet ist, kann der Analytiker Kommandozeilenbefehle nutzen, um den Verzeichnisbaum zu durchblättern, Dateien zu öffnen, im Hex-Editor-Modus anzuschauen, den Inhalt des aktuellen Verzeichnisses im Kurz- oder Langmodus aufzulisten und das aktuelle Verzeichnis inklusive aller Unterverzeichnisse und Dateien darzustellen", so Collins.

Die Untersuchung mittels XFT lässt sich mitschneiden, um im Gericht wiedergegeben zu werden. Das soll einerseits den Angeklagten vor gefälschten Untersuchungsergebnissen schützen, andererseits belastbarere Beweise für die Strafverfolgung zur Verfügung stellen.

Für die Zukunft plant Collins, XFT zu einem vollwertigen Forensic Operating System (OS) weiterzuentwickeln. Es soll sowohl als bootbares Betriebssystem von einer Festplatte als auch von einer Live-CD gestartet werden können. Collins zufolge wird es unter Open Source gestellt, ausführlich kommentiert und von Grund auf für die Strafverfolgung designt. "Das wird alle proprietären Betriebssystemabhängigkeiten beseitigen und den Forensik-Prozess so transparent wie möglich machen", hofft Collins.

Beschrieben wird die Ermittlungssoftware in der Ausgabe 2/2009 des "International Journal of Electronic Security and Digital Forensic" auf den Seiten 199 bis 205 unter dem Titel "XFT: a forensic toolkit for the original Xbox game Console".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 27,99€ (ohne Prime oder unter 29€ zzgl. Versand)
  2. 27,99€ (ohne Prime oder unter 29€ zzgl. Versand)
  3. 91,99€
  4. 29€

screne 05. Mai 2009

Solln sie das doch machen. Wenn sie die Sachen nicht entschlüsseln können, schauen sie...

Urheberrecht... 05. Mai 2009

....ist es der Speicher in einer Kamera oder in einem Navi. Wenn es danach geht, findet...

dreiundzwanzig 04. Mai 2009

der von der bundesregierung verwendet wird / werden soll. einfach einen usb-drice an den...

KlauspeterMai 04. Mai 2009

und das ist eben nicht der Fall. Wenn der PC an ist und die Platte gemountet, dann kommt...

xboxer 04. Mai 2009

Hee, moment, da wird ein proprietäres Dingens ausgehebelt? Cracker!!


Folgen Sie uns
       


Apple iPad 7 - Fazit

Apples neues iPad 7 richtet sich an Nutzer im Einsteigerbereich. Im Test von Golem.de schneidet das Tablet aufgrund seines Preis-Leistungs-Verhältnisses sehr gut ab.

Apple iPad 7 - Fazit Video aufrufen
Razer Blade Stealth 13 im Test: Sieg auf ganzer Linie
Razer Blade Stealth 13 im Test
Sieg auf ganzer Linie

Gute Spieleleistung, gute Akkulaufzeit, helles Display und eine exzellente Tastatur: Mit dem Razer Blade Stealth 13 machen Käufer eigentlich kaum einen Fehler - es sei denn, sie kaufen die 4K-Version.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Naga Left-Handed Edition Razer will seine Linkshändermaus wieder anbieten
  2. Junglecat Razer-Controller macht das Smartphone zur Switch
  3. Tartarus Pro Razers Tastenpad hat zwei einstellbare Schaltpunkte

Core i9-10980XE im Test: Intel rettet sich über den Preis
Core i9-10980XE im Test
Intel rettet sich über den Preis

Nur wenige Stunden vor AMDs Threadripper v3 veröffentlicht Intel den i9-10980XE: Der hat 18 Kerne und beschleunigt INT8-Code für maschinelles Lernen. Vor allem aber kostet er die Hälfte seines Vorgängers, weil der günstigere Ryzen 3950X trotz weniger Cores praktisch genauso schnell ist.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Prozessoren Intel meldet 14-nm-Lieferprobleme
  2. NNP-T und NNP-I Intel hat den T-1000 der künstlichen Intelligenz
  3. Kaby Lake G Intels AMD-Chip wird eingestellt

Cloud Gaming im Test: Leise ruckelt der Stream
Cloud Gaming im Test
Leise ruckelt der Stream

Kurz vor Weihnachten werben Dienste wie Google Stadia und Playstation Now um Kunden - mit noch nicht ganz perfekter Technik. Golem.de hat Cloud Gaming bei mehreren Anbietern ausprobiert und stellt Geschäftsmodelle und Besonderheiten vor.
Von Peter Steinlechner

  1. Apple und Google Die wollen nicht nur spielen
  2. Medienbericht Twitch plant Spielestreaming ab 2020
  3. Spielestreaming Wie archiviert man Games ohne Datenträger?

    •  /