Medwedew will kein nationales Betriebssystem für Russland
Initiative von Experten und Parlamentariern gescheitert
Russland müsse Microsoft etwas entgegensetzen und ein eigenes nationales Betriebssystem auf Linux-Basis entwickeln, hatten russische Experten vorgeschlagen. Präsident Medwedew sieht das anders.
Russland bekommt kein nationales Betriebssystem. Eine entsprechende Initiative der russischen Informationsgesellschaft und einiger Parlamentarier ist gescheitert, berichtet das Internetportal Cnews.
Die Idee war gewesen, ein auf offenen Codes basierendes nationales Betriebssystem zu entwickeln, das Microsoft Konkurrenz machen sollte. Sie war Präsident Dmitri Medwedew in einem Brief unterbreitet worden - mit der Vorstellung, dass der russische Staat Auftraggeber dafür sein sollte.
Nun kam die Antwort über das Ministerium für Kommunikation, und sie ist negativ. Zwar ist darin von prinzipieller Unterstützung für Entwicklungen auf der Basis von freiem Code die Rede, ein nationales Betriebssystem für den russischen IT-Sektor wird aber abgelehnt. Das vorgeschlagene Projekt sei nämlich zu teuer und außerdem korruptionsanfällig. Es bestehe die Gefahr, damit den Anschluss an die internationale Entwicklung zu verlieren. Daher sei statt eines nationalen Systems vielmehr die Zusammenarbeit mit den besten Spezialisten weltweit vonnöten.
Den Parlamentarier Ilja Ponomarew, einer der Initiatoren des "nationalen Betriebssystems" für Russland, ficht das nicht an. "Wenn das Kommunikationsministerium sich nicht mit der Programmierung einer nationalen Plattform befassen will, dann haben wir alle Möglichkeiten, mit anderen Behörden zusammenzuarbeiten", sagte er Cnews.
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Meistens Red Flag Linux*. *http://www.redflag-linux.com/en/
Programmierer.
Sehr gute Idee!
Manche alte Haudegen aus Zeiten der Kalten Krieger und deren Anhänger können es einfach...