Telemedizin weckt Interesse älterer Deutscher

60 Prozent der Deutschen über 65 Jahre wollen Telemedizin nutzen

Knapp 60 Prozent der Deutschen über 65 Jahre wünschen sich telemedizinische Angebote, um länger zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung und nicht in Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen wohnen zu müssen. Der Bitkom-Verband hatte eine repräsentative Studie zur Telemedizin-Akzeptanz in Auftrag gegeben.

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Von altersgerechten Assistenzsystemen könnten Pflegebedürftige und chronisch Kranke profitieren. Doch im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen sind Anwendungen wie Tele-Homecare und Tele-Monitoring nicht oder nur fragmentarisch enthalten.

"Wir appellieren an den gemeinsamen Bundesausschuss, jetzt die notwendigen Entscheidungen zu treffen", sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. Der gemeinsame Bundesausschuss ist das oberste Beschlussgremium der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen.

Zur Telemedizin werden auch Alarmsysteme gezählt, die ebenfalls auf hohes Interesse stoßen. 58 Prozent der Deutschen über 65 Jahre würden, wenn sie pflegebedürftig wären, Alarmsysteme wie Sturzsensoren, Herzfrequenz- oder Atemstillstandsmesser nutzen. Auf eine Erinnerungsfunktion für die Tabletteneinnahme würden 54 Prozent der über 65-Jährigen zugreifen.

Den Alarmsystemen stehen Tele-Monitoring-Systeme gegenüber, die dem Arzt sensorgestützte Ferndiagnosen erlauben. Diese Geräte würden 53 Prozent der Menschen über 65 Jahre nutzen. Bei Herz-Kreislauf-Patienten können zum Beispiel Sensoren per Mobilfunk Daten zu Blutdruck, Puls, Gewicht oder ein EKG senden.

Die Mitglieder des Bitkom-Verbandes würden vom Verkauf dieser Geräte profitieren. Der Verband betonte, dass die technisch unterstützte Betreuung im Gesundheitssystem Kosten senken könnte, wenn sich damit Krankenhauseinweisungen verringern oder vermeiden lassen.

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