Weltchipmarkt im März leicht erholt
SIA-Chef: Staatshilfe könnte Umsatz ab 2010 beleben
Der Umsatz der Halbleiterhersteller ist im März 2009 nicht mehr so stark eingebrochen wie zum Beginn der Weltwirtschaftskrise. Der Branchenverband SIA erwartet eine erste Belebung für 2010.
Der Umsatz der Chipbranche ist im März 2009 gegenüber dem Vormonat wieder um 3,3 Prozent angestiegen. Der Umsatz lag bei 14,7 Milliarden US-Dollar, nach 14,2 Milliarden US-Dollar im Februar 2009, gab die Branchenorganisation Semiconductor Industry Association (SIA) am 1. Mai 2009 bekannt. Mit Ausnahme von Japan zog der Umsatz im März in allen geografischen Regionen an.
Der Blick auf das gesamte Quartal zeigt jedoch weiter das Ausmaß der Krise. Der Umsatz im ersten Quartal 2009 betrug 44,0 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang um 29,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres mit 62,8 Milliarden US-Dollar. Alle geografischen Regionen waren davon betroffen.
Gegenüber dem vierten Quartal 2008 gab der Umsatz jedoch nur um 15,7 Prozent nach. Im vierten Quartal 2008 lag der Umsatz bei 52,2 Milliarden US-Dollar.
"Die bescheidene sequenzielle Erholung im Monat März deutet darauf hin, dass sich die Nachfrage etwas stabilisiert hat, wenn auch auf wesentlich niedrigerem Niveau als im letzten Jahr", sagte SIA-Chef George Scalise. Lichtblicke waren die Bereiche Smartphones und Netbooks, es gebe aber keine klaren Anzeichen für eine frühzeitige Erholung der Nachfrage in anderen wichtigen Endkundenmärkten wie Automobil-, Unternehmens-IT und Unterhaltungselektronik.
"Die globale Chipindustrie steht weiterhin unter dem Einfluss des weltweiten wirtschaftlichen Abschwungs", so Scalise weiter. "Wir erwarten, dass die Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft in den USA und den anderen Ländern zum Beginn des Jahres 2010 erste positive Wirkungen auf den Umsatz zeigen", sagte Scalise.
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