Interview: Onlinespiele auch 2010 großes Entwicklerthema

Aruba-Geschäftsführer Stephan Reichart im Interview

Vor dem Spiel ist nach dem Spiel: Golem.de sprach mit Stephan Reichart über die Gamestage 2009 und über die Veranstaltung 2010, die künftigen Themenschwerpunkte und die deutsche Kongresslandschaft.

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Stephan Reichart, Aruba Events
Stephan Reichart, Aruba Events
Zum dritten Mal trafen sich vom 21. bis 23. April 2009 die kreativen Köpfe und Entscheider der deutschen Spielebranche zum Ideenaustausch im Rahmen der Deutschen Gamestage. Mehr als 630 Teilnehmer waren in Berlin - mehr, als die Veranstalter Aruba Events erwartet hatten. Golem.de sprach mit Stephan Reichart, Geschäftsführer der Aruba Events und des Branchenverbandes Game, über die Gamestage und ihre Zukunft.

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Golem.de: Die Entwicklerkonferenz 2009 ist vorbei. Welches Fazit ziehen Sie?

Stephan Reichart: Games sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen - und das bringt wichtige gesellschaftliche Verpflichtungen für die Branche mit sich. Das wurde auf der Konferenz ganz klar akzeptiert. Für die Entwickler gab es darüber hinaus viele spannende Einblicke in den Onlinemarkt. Dass dort die Zukunft der Games liegen wird, ist allen klar. Wie dort jedoch wirklich Geld verdient wird, welche Spielmechaniken funktionieren und welche nicht, und welche technischen Ansprüche Onlinespiele haben, wurde intensiv auf der Quo Vadis diskutiert.

Golem.de: Was war Ihr persönliches Highlight?

Reichart: Das Jugendschutzforum am letzten Tag. Meines Erachtens wurde bisher noch nie so ehrlich und intensiv über die Aspekte Sucht, Alterskennzeichnung in und mit der Öffentlichkeit diskutiert.

Golem.de: Haben Sie schon eine Idee, welches Thema im nächsten Jahr besondere Aufmerksamkeit verdienen könnte?

Reichart: 2010 wird sicherlich erneut stark im Zeichen der Onlinespiele stehen und viele Aspekte in den Vordergrund stellen, die sich bereits jetzt abzeichnen. Die Spieler von Clientgames werden immer anspruchsvoller und auch Free-to-Play-Konzepte erfordern zukünftig viel mehr Aufwand in Sachen Gameplay, Storytelling und Gamedesign.

Golem.de: Viele Besucher wissen nicht, ob sie Quo Vadis, Gamestage oder Entwicklerkonferenz sagen sollen. Gibt es die Hoffnung, dass 2010 ein Name ausreicht - und wenn ja, welcher?

Reichart: Die Deutschen Gamestage werden zukünftig noch mehr Veranstaltungen als die Quo Vadis und die Venture Lounge beinhalten. Für 2010 planen wir, gemeinsam mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg die Deutschen Gamestage vier Tage lang in Berlin stattfinden zu lassen. Während der DGT 2010 finden dann die Quo Vadis, der Deutsche Computerspielpreis und vieles mehr statt. Irgendwann werden die Deutschen Gamestage eine ebenso umfassende Veranstaltung wie die Medienwoche oder die Berlinale sein. Und da wir sehr unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, wird jeder einzelne Event auch langfristig erfolgreich sein.

Golem.de: Vor kurzem hat die Munich Gaming stattgefunden, im August steigt die GDC Europe, dazu kommen viele mehr oder weniger große Veranstaltungen. Finden Sie, dass die Anzahl solcher Konferenzen noch der Größe des deutschen Spielemarkts entspricht?

Reichart: Es gibt in Deutschland sicherlich einige Veranstaltungen, die ihren Zenit bereits überschritten haben. Das haben wir in diesem Jahr beim Feedback der Besucher in Berlin gehört. Mittelfristig werden nur die Veranstaltungen überleben, die starke Partner mit an Bord haben - wie die GDC Europe in Köln mit der GamesCom, oder die DGT in Berlin. Außerdem glaube ich an inhaltlich gute, starke regionale Events, wie die Gameplaces in Frankfurt oder die GFG in Hannover.

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