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Infineon macht nur noch mit Mobilfunkchips Gewinne

Finanzielle Situation entspannt sich durch Sonderposten. Der Chiphersteller Infineon kämpft weiter mit wachsendem Verlust und Umsatzrückgang. Die Jahresprognose wurde gesenkt. Doch durch Finanzgeschäfte und eine Rückerstattung aus einer Bankenpleite kann der schwer angeschlagene Konzern sich wieder etwas finanziellen Spielraum verschaffen.
/ Achim Sawall
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Infineon erzielte im zweiten Geschäftsquartal 2008/2009 einen Umsatz von 747 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von 29 Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Infineon-Konzern verzeichnete einen Fehlbetrag in Höhe von 258 Millionen Euro (32 Cent pro Aktie). Der Verlust aus fortgeführten Aktivitäten lag bei 150 Millionen Euro, so das Unternehmen in seiner vorläufigen Bilanz(öffnet im neuen Fenster) .

Infineon konnte Umtauschanleihen für circa 20 Millionen Euro zurückkaufen, deren Nominalwert bei 35 Millionen Euro gelegen hatte. Aus dem Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken bekam Infineon 95 Millionen Euro erstattet, die der Konzern in der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers verloren hatte.

Im zweiten Quartal habe Infineon massiv Lagerbestände abgebaut, indem die Produktion auf ein Niveau noch unter dem des Vorquartals gesenkt wurde. Das Unternehmen sieht im Berichtszeitraum "vielleicht den Tiefpunkt bei Umsatz und Produktionsniveau" erreicht, hieß es. Im laufenden dritten Quartal erwartet Infineon wieder einen Umsatzzuwachs. Die Erlöse sollen gegenüber dem aktuellen Berichtszeitraum um 10 Prozent zulegen. Bei Mobilfunkchips (Wireless Solutions – WLS-) rechnet der Münchner Konzern mit einer Belebung. Dies sei auf die gestiegene Nachfrage bei einigen großen Kunden sowohl für HSDPA- als auch für Ultra-Low-Cost-(ULC-)Mobilfunkplattformen zurückzuführen. "Das Segmentergebnis von WLC blieb weiterhin positiv" , hieß es.

Die Jahresprognosen senkte der Konzern jedoch: Statt circa 15 Prozent werde der Umsatzrückgang 20 Prozent betragen. Auch die Verluste sollen weiter steigen. Kurzarbeit und unbezahlter Urlaub würden für alle deutschen Standorte beibehalten.


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