Jowood macht Rekordumsatz und hofft auf Gothic 4
Im letzten Geschäftsjahr, das am 31. März 2009 beendet war, konnte Jowood seinen Umsatz um 10 Prozent auf rund 25 Millionen Euro steigern. Der Bruttogewinn stieg um 10,4 Prozent auf 2,7 Millionen Euro - das Nettoergebnis gab allerdings um 58,4 Prozent auf 1 Million Euro nach. Grund dafür sind laut Jowood Einmaleffekte, die zum überwiegenden Teil aus Entflechtungskosten im Zuge des strategischen Übergangs vom traditionellen Lizenz- und Distributionsgeschäft zum verstärkten Vertriebsausbau entspringen.
Jowood ist überzeugt, dass die wesentlichen Entflechtungskosten nun bilanziert sind und mittel- und langfristig eine Steigerung der Profitabilität bevorsteht. Mit "Yoga" für die Nintendo Wii veröffentlicht der Publisher im 4. Quartal 2009 einen Titel, in den er hohe Ertragserwartungen setzt; das Programm nutzt das Wii Balance Board.
Ende 2009, spätestens Anfang 2010 soll der vierte Teil der Gothic-Reihe unter dem Titel Arcania: A Gothic Tale erscheinen - das bislang größte Projekt der Unternehmensgeschichte. Das Projekt hat allerdings ein paar Risiken: Zum einen ist für die Entwicklung nicht mehr das Entwicklerteam Piranha Bytes zuständig, das die Marke erfunden hat. Stattdessen entwickelt Spellbound Entertainment aus dem badischen Kehl. Zum anderen ist das Image der Reihe angeschlagen - und zwar sowohl durch das von Piranha Bytes produzierte Gothic 3, aber auch durch ein von indischen Entwicklern im Auftrag von Jowood entwickeltes Add-on. Beide enthielten auffallend viele Bugs, Kommunikationsfehler seitens Jowood und den Entwicklern sorgten zusätzlich für Verärgerung innerhalb der Community.